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Empire of Direct Mail: How Conservative Marketing Persuaded Voters and Transformed the Grassroots
Das rasche Wachstum der konservativen Bewegung hat Historiker lange Zeit fasziniert, von denen sich viele auf die Graswurzelbewegung im Sonnengürtel konzentriert haben. Empire of Direct Mail untersucht, wie konservative Aktivisten ihre Botschaft durch computergestützte Direktwerbung an ihre Anhänger brachten, eine bedeutende, aber wenig untersuchte Kommunikationstechnologie.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Richard Viguerie, ein Pionier der politischen Direktwerbung, der als "finanzierender Vater" der konservativen Bewegung bekannt wurde. Seine Beratungsfirma erstellte eine Datenbank mit konservativen Interessenten und verschickte Millionen von unaufgeforderten Briefen. In den 1970er Jahren wurde Viguerie zum zentralen Geldgeber in der konservativen Politik und finanzierte rechtsgerichtete Organisationen und Politiker wie George Wallace, Jesse Helms und Ronald Reagan.
Moriyama zeigt, dass der Aufstieg der rechten Direktwerbung in den Nachkriegsjahren mit einer neuen Strategie zusammenfiel: dem Einsatz dieser neuen Technologie, um bei den Briefempfängern negative Emotionen wie Wut und Angst zu schüren. In der Zeit des Rundfunks etablierten konservative Spendensammler den neuen Ansatz, einzelne Wähler anzusprechen und negative Emotionen zu fördern, um Wahlen zu gewinnen.
Vor Rush Limbaughs Talkshow, Fox News, Twitter und Cambridge Analytica nutzten die Konservativen die Direktwerbung, um Botschaften der Angst und des Zorns zu verbreiten, Spenden zu sammeln und die Basis zu mobilisieren. Anhand umfangreicher Archivrecherchen zu Fundraising-Aktivitäten in der konservativen Bewegung und wichtigen Wahlen von 1950 bis 1980 bietet Empire of Direct Mail eine politische Geschichte der Rolle, die die Kommunikationstechnologie bei der Entwicklung des modernen US-Konservatismus gespielt hat.