Bewertung:

Eleni Ikoniadou untersucht in „The Rhythmic Event“, wie digitale Klangkunst uns mit nicht wahrnehmbaren Sinneserfahrungen verbindet, indem sie den Rahmen der Affekttheorie und der neo-Deleuzianischen Philosophie nutzt. Obwohl das Buch seine Konzepte anhand einer Reihe von Kunstwerken wirkungsvoll veranschaulicht, mangelt es ihm letztlich an Ehrgeiz und wird eher zu einem Katalog als zu einem tiefgreifenden theoretischen Werk.
Vorteile:Das Buch bietet eine erfrischende und klare Untersuchung der digitalen Klangkunst, die sich mit der Affekttheorie auseinandersetzt und eine einzigartige Perspektive auf Klang und Wahrnehmung bietet. Es enthält aufschlussreiche Analysen verschiedener Kunstwerke, die helfen, theoretische Prinzipien effektiv zu illustrieren.
Nachteile:Das Buch leidet unter einem Mangel an Ehrgeiz, da es nach einem starken Anfang den theoretischen Schwung verliert und sich in einen Katalog von Kunstwerken verwandelt, anstatt die Diskussion zu vertiefen. Einige Leser könnten es in Bezug auf Tiefe und Erforschung enttäuschend finden.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Rhythmic Event: Art, Media, and the Sonic
Eine Untersuchung der affektiven Wahrnehmungsweisen, der Zeitlichkeit und der Erfahrung, die durch die experimentelle Klangkunst der neuen Medien ermöglicht werden.
Der Klang ist in den Mittelpunkt der Kunst und der Geisteswissenschaften gerückt. Im Zeitalter der Computermedien können Klang und seine Subkulturen dynamischere Möglichkeiten bieten, Körper, Bewegungen und Ereignisse zu erfassen. In The Rhythmic Event erforscht Eleni Ikoniadou Spuren und Möglichkeiten, die durch den Klang hervorgerufen werden, aber zu kontingenten und unbestimmbaren Kräften außerhalb der Peripherie des Klangs führen. Sie untersucht die Art und Weise, in der neuere digitale Kunstexperimente, die sich hauptsächlich mit den virtuellen Dimensionen des Klangs befassen, alternative Wahrnehmungs-, Zeit- und Erfahrungsmodi vorschlagen. Ikoniadou stützt sich auf Medientheorie, digitale Kunst sowie philosophische und technowissenschaftliche Ideen, um eine Medienphilosophie zu formulieren, die das Medienereignis als abstrakt und affektiv neu denkt.
The Rhythmic Event versucht, das digitale Medienkunstwerk als eine Ansammlung von Empfindungen zu definieren, die den Raum, die Zeit und die Körper, die es konstituieren und erleben, überdauern. Ikoniadou schlägt vor, dass der Begriff des Rhythmus - jedoch losgelöst von der Idee des Zählens und der Regelmäßigkeit - das nicht wahrnehmbare, ästhetische Potenzial, das das Kunstwerk umgibt, freisetzen kann. Sie spekuliert, dass die Beschäftigung mit dem Ereignis auf der Ebene des Rhythmus uns einen Einblick in die nicht-menschlichen Modalitäten des Denkens gewährt, die dem Digitalen eigen sind und sich in den Lücken zwischen strengen Definitionen (z. B. menschlich/klanglich/digital) und falschen Dichotomien (z. B. virtuell/real) verbergen. An den Rändern der Wahrnehmung operierend, beschwört das rhythmische Kunstwerk eine obskure Zone des klanglichen Denkens herauf, die das Ereignis entsprechend seiner Macht, zu werden, betrachtet.