Bewertung:

Das Buch „The Most Beautiful Molecule“ von Herrn Aldersey-Williams ist eine detaillierte und fesselnde Erzählung über die Entdeckung der Fullerene, insbesondere des C60-Moleküls, und stellt eine Verbindung zu den Arbeiten von Buckminster Fuller her. Es verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit der Geschichte von Ideen und macht komplexe Konzepte ohne übermäßigen Jargon zugänglich.
Vorteile:Das Buch ist schön geschrieben und aufschlussreich und liest sich wie ein Sachbuch auf hohem intellektuellem Niveau. Es bietet eine gründliche Erforschung der Fullerene und ihres historischen Kontextes, insbesondere der Beiträge von Buckminster Fuller. Der Autor verfügt über ein umfassendes Wissen in verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen und macht das Material für die Leser zugänglich und interessant.
Nachteile:Einige Leser empfanden die Diskussion über die von Buckminster Fuller erfundene Sprache, die Synergetik, als etwas unausgereift. Außerdem gab es Beschwerden über die langsame Lieferung des Buches.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Most Beautiful Molecule: The Discovery of the Buckyball
Das schönste Molekül.
"Das Molekül Buckminsterfulleren ist sowohl physisch als auch intellektuell schön. Seine Qualitäten und sogar einige seiner Eigenschaften können von Nichtwissenschaftlern sofort und intuitiv erkannt werden. Seine Einzigartigkeit wird zwangsläufig zu neuartigen Anwendungen führen - die Supraleitfähigkeit ist derzeit der Hauptanwärter".
"Das kommerzielle Potenzial von Buckminsterfulleren hat die Aufregung und die Kontroverse in den letzten Jahren noch verstärkt, während die genaue Art des Entdeckungsprozesses im Jahr 1985 Gegenstand einer hitzigen Fehde zwischen den beteiligten britischen und amerikanischen Wissenschaftlern war" - Hugh Aldersey-Williams.
Vor zehn Jahren verblüffte die Entdeckung von Buckminsterfulleren, einer bis dahin unbekannten Form von Kohlenstoff, die wissenschaftliche Gemeinschaft, und zwar sowohl wegen der Entdeckung selbst als auch wegen der Art und Weise, wie sie zustande kam. In den Worten des Autors Hugh Aldersey-Williams handelte es sich um ein Beispiel "klassischer Raubbau-Wissenschaft". Die Arbeit wurde im Rahmen anderer, finanzierter Projekte durchgeführt, wenn es die Zeit erlaubte. Doch die kommerziellen Auswirkungen sind wahrscheinlich immens.
Das schönste Molekül erzählt nun mit Objektivität und Einfühlungsvermögen von den Ereignissen, die zu dieser bedeutenden Entdeckung führten, und schildert die andauernden, oft rasanten Nachwehen. Hugh Aldersey-Williams führt uns auf eine spannende Entdeckungsreise an die vorderste Front der modernen Chemieforschung.
Houston, Texas, 1985. Zwei fleißige Chemiker entdecken eine bisher unbekannte Form von Kohlenstoff und taufen sie Buckminsterfulleren, weil sie den geodätischen Kuppeln des amerikanischen Architekten Richard Buckminster Fuller verblüffend ähnlich sieht. Dieses ungewöhnliche Molekül - auch bekannt als Buckyball - besteht aus 60 Kohlenstoffatomen, die in einer Hohlkugel angeordnet sind, mit hexagonalen und pentagonalen Konfigurationen, die denen eines Fußballs ähneln. Seine nahezu perfekte Symmetrie ist nur einer der Gründe, warum Wissenschaftler es seitdem als "das schönste Molekül" bezeichnen.
Die Entdeckung von Buckminsterfulleren durch den amerikanischen Physiker und Chemiker Richard Smalley und den britischen Physikochemiker Harry Kroto erschütterte die wissenschaftliche Gemeinschaft. Schließlich glaubten Generationen von Menschen, dass Graphit und Diamant die einzigen reinen Formen von Kohlenstoff sind. Wie konnte diese dritte Form unentdeckt bleiben?
Tatsächlich war die eigentliche Entdeckung nur der Beginn einer intensiven - und andauernden - Suche nach der Beherrschung dieser neuesten Form des grundlegendsten aller Elemente. Die Bestätigung sollte fünf Jahre dauern und eine nie dagewesene Flut von Untersuchungen und Investitionen auslösen. Die einzigartige physikalische Struktur von Buckminsterfulleren - ein "Käfig", in den Atome anderer Materialien eingesetzt werden können - hatte ein enormes kommerzielles Potenzial und inspirierte Wissenschaftler, Industrielabors und Unternehmen gleichermaßen. Mit der Unterstützung von Giganten wie AT&T, DuPont, Exxon und IBM begann eine hart umkämpfte Suche nach praktischen Anwendungen - und sie dauert an. Die Möglichkeiten reichen von der Entwicklung eines revolutionären Raketentreibstoffs über die Nanotechnologie - den Bau mikroskopisch kleiner "molekularer Maschinen" - bis hin zu Entwicklungen im Kampf gegen AIDS.
Hier ist also ein faszinierender, vielschichtiger Blick auf eine der wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse unserer Zeit. Das schönste Molekül ist eine spannende Detektivgeschichte, ein wunderbar detaillierter Einblick in die Arbeitsweise der wissenschaftlichen Gemeinschaft und eine spannende Betrachtung dessen, was vor uns liegt. Der Autor Hugh Aldersey-Williams, der an vorderster Front der modernen Chemie forscht, bietet, in seinen eigenen Worten, "eine Feier der intimen Welt der physikalischen Wissenschaft und ihrer Praktiker".