Bewertung:

Regine Pernouds „Das schreckliche Mittelalter: Debunking the Myths“ bietet eine gründliche Untersuchung des Mittelalters, die weit verbreitete Missverständnisse widerlegt und die Epoche als eine kulturelle, soziale und intellektuelle Errungenschaft darstellt. Das Buch unterstreicht die Bedeutung der historischen Dokumentation und der Vernunft für das Verständnis der Geschichte, insbesondere in Bezug auf die Rolle der Frau und die Dynamik der mittelalterlichen Gesellschaft. Obwohl einige Leser das Buch als dicht und anspruchsvoll empfinden, schätzen viele seinen wissenschaftlichen Ansatz und seine wertvollen Erkenntnisse.
Vorteile:⬤ Es stellt gängige Missverständnisse über das Mittelalter in Frage und präsentiert es als eine Zeit kultureller und intellektueller Errungenschaften.
⬤ Gut recherchiert, mit Verweisen auf Primärdokumente und historische Belege.
⬤ Hebt die Rolle und die Rechte der Frauen im Mittelalter hervor und widerlegt Stereotypen der Unterdrückung.
⬤ Bietet eine gründliche Analyse des mittelalterlichen Rechts, der Regierungsführung und der sozialen Mobilität.
⬤ Fesselnd für Leser, die an einem wissenschaftlichen Zugang zur Geschichte interessiert sind.
⬤ Manche Leser empfinden den akademischen Stil des Buches als dicht und schwierig zu lesen.
⬤ Es kann für diejenigen, die keinen Hintergrund in französischer Geschichte oder Mittelalterstudien haben, eine Herausforderung sein.
⬤ Die Übersetzung aus dem Französischen kann manchmal zu ungeschickten Formulierungen führen.
⬤ Bestimmte Themen, wie die Kreuzzüge und die Inquisition, werden nicht so ausführlich behandelt, wie es sich manche Leser wünschen.
⬤ Der Titel kann zu Missverständnissen über die Zielgruppe und den Stil des Buches führen.
(basierend auf 40 Leserbewertungen)
Those Terrible Middle Ages: Debunking the Myths
Die renommierte französische Historikerin RTgine Pernoud geht den vielen falschen Vorstellungen über das Mittelalter auf den Grund und bietet dem Leser eine erfrischend originelle Perspektive auf zahlreiche Themen, die sowohl historisch (von der Inquisition und den Hexereiprozessen bis hin zu einem Vergleich der kreativen Inspiration der Gotik und der Renaissance) als auch eminent modern sind (vom Recht und der Stellung der Frau in der Gesellschaft bis hin zur Bedeutung von Geschichte und Tradition). Es handelt sich um faszinierende Einblicke, die auf Pernouds fundierten Kenntnissen und seiner umfangreichen Erfahrung als Archivar des französischen Nationalarchivs beruhen. Das Buch ist sowohl für die allgemeine Leserschaft als auch für Lehrerinnen und Lehrer eine Provokation.
Diese tausend Jahre Geschichte, die jahrhundertelang verpönt waren, obwohl sie von den Romantikern gelobt wurden, sind meist hinter den dunklen Wolken der Unwissenheit verborgen geblieben: Stammt godiche (ungeschickt, tölpelhaft) nicht von gothique (gotisch)? Bezieht sich fuedal nicht auf den hoffnungslosesten Obskurantismus? Wird mittelalterlich nicht auf verstaubte, unzeitgemäße Dinge angewandt?
Hier wird der alte Lack abgestreift und tausend Jahre Geschichte kommen endlich zum Vorschein - das Mittelalter ist tot, es lebe das Mittelalter!