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Writing the Hamat'sa: Ethnography, Colonialism, and the Cannibal Dance
Eine Untersuchung des Hamatsa, eines rituellen Tanzes des Volkes der Kwakwaka'wakw in British Columbia.
Trotz der Versuche der Siedler, den Hamat'sa auszurotten, bleibt der „Kannibalentanz“ ein wichtiges Vorrecht des Kwakwaka'wakw-Volkes. Während Generationen von Anthropologen versuchten, die Vergangenheit der Zeremonie zu dokumentieren, haben die Kwakwaka'wakw die dramatische Choreografie und die prächtigen Vogelmasken angepasst und für die Zukunft bewahrt.
Writing the Hamat'sa bietet einen kritischen Überblick über die Bemühungen zur Aufzeichnung und Interpretation des Rituals in den letzten vier Jahrhunderten. Aaron Glass stützt sich auf eine genaue, kontextbezogene Lektüre veröffentlichter Texte, umfangreiche Archivrecherchen und Feldforschung und geht damit über postkoloniale Kritiken hinaus, die oft die Handlungsfähigkeit der Indigenen ignorieren, um zu zeigen, wie die Kwakwaka'wakw auf ein ethnografisches Erbe reagiert haben, das dazu beigetragen hat, bestimmte Darbietungen in eine umfassende kulturelle Ikone zu verwandeln. Das Ergebnis ist eine faszinierende Studie darüber, wie indigene Völker sowohl zu Texten beitragen als auch diese umfunktionieren, um moderne Identitäten unter dem Kolonialismus der Siedler zu formen.