
Writing: Imprisonment and Freedom
Darin steckt das Argument, dass das Schreiben ein Kampf zwischen Gefangenschaft und Freiheit ist. Ich behaupte, dass ein Text ein gewisses Maß an Macht erlangt, so dass er den Autor, den Leser und den Kritiker gleichermaßen kontrolliert.
Doch gleichzeitig bietet das Werk all diesen Menschen die Möglichkeit der Freiheit, indem es sie dazu verleitet, das „Geheimnis“ oder die tiefere Bedeutung des Textes durch indirekte Kommunikation zu teilen. Diese „Gefangenschaft“ ist freiwillig, wenn der Leser sich auf den Text in einer Weise einlassen will, die den Text für die Offenbarung eines tieferen, für jeden Leser einzigartigen Sinns öffnet.
Der Autor bietet seinen Text als „Geschenk“ an, eine Idee, die stark von Jacques Derridas Schriften in Das Geschenk des Todes beeinflusst ist. Ich behaupte, dass die An- und Abwesenheit des Geheimnisses ein Element des Werks des Autors ist, das das Verhältnis von Einschränkung und Freiheit schafft, das mit dem Schreiben identifiziert wird.