Bewertung:

Das Schweigen brechen: The Case That Changed the Face of Human Rights (Der Fall, der das Gesicht der Menschenrechte veränderte), verfasst von Richard Alan White, beschreibt den entscheidenden Fall Filartiga gegen Peña, der die Rolle des US-Gerichtssystems bei der Aufarbeitung internationaler Menschenrechtsverletzungen unterstreicht. Die Erzählung, in der sich persönliche Betroffenheit und historischer Kontext vermischen, zeigt die Bemühungen der Familie Filartiga, nach dem Mord an ihrem Sohn Joelito, einem Opfer der paraguayischen Diktatur, Gerechtigkeit zu erlangen. Das Buch wird für seine fesselnde Erzählweise und seinen erzieherischen Wert gelobt und spricht sowohl ein juristisches als auch ein Menschenrechts-Publikum an.
Vorteile:⬤ Fesselnder Schreibstil, der sich wie Fiktion liest und eine packende Geschichte bietet.
⬤ Bietet einen persönlichen Bericht aus erster Hand von einem aktiven Teilnehmer, was die Authentizität der Erzählung erhöht.
⬤ Hebt den wichtigen historischen Kontext der Menschenrechtsgesetze hervor, insbesondere den bahnbrechenden Fall Filartiga gegen Peña.
⬤ Lehrreich und anregend, daher für Studenten, Juristen und Menschenrechtsaktivisten geeignet.
⬤ Anerkannt für seine literarische Qualität und ausgezeichnet mit dem Prädikat 'Outstanding Book'.
⬤ Einige Leser könnten trotz des fesselnden Erzählstils aufgrund der Einstufung als Sachbuch zögern.
⬤ Die Tiefe der juristischen Analyse mag nicht alle Gelegenheitsleser ansprechen.
⬤ Die schwere Thematik der Menschenrechtsverletzungen kann für manche Leser eine emotionale Herausforderung darstellen.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Breaking Silence: The Case That Changed the Face of Human Rights
Der siebzehnjährige Joelito Filrtiga wurde aus seinem Elternhaus in Asuncin, Paraguay, entführt, brutal gefoltert und von der paraguayischen Polizei ermordet. Breaking Silence ist die Geschichte der Suche nach Gerechtigkeit durch seinen Vater - das wahre Ziel der Polizei - den paraguayischen Künstler und Philanthropen Dr. Joel Filrtiga. Dieser grausame Tod und der anschließende kompromisslose Kampf von Joelitos Vater und seiner Familie führten zu einem beispiellosen Wandel im internationalen Recht und bei den Menschenrechten. Der Autor, Richard Alan White, lernte die Familie Filrtiga Mitte der 1970er Jahre kennen, als er für seine Dissertation über die Unabhängigkeit Paraguays recherchierte. Als er einen verzweifelten Brief von Joelitos Vater beantwortete, kehrte er nach Paraguay zurück und begleitete die Familie Filrtiga auf ihrem langen und schwierigen Weg zur Wiedergutmachung. White gibt dem Leser eine fesselnde Perspektive aus erster Hand, als teilnehmender Beobachter, und nimmt uns mit in die Familie, um nicht nur ihre Qualen und ihren Kummer zu bezeugen, sondern auch ihre entschlossene Stärke, die zu einer bahnbrechenden 10-Millionen-Dollar-Entscheidung in Filrtiga gegen Pea führte. (Americo Norberto Pea-Irala war der paraguayische Polizeibeamte, der für die Entführung und Ermordung Joelitos verantwortlich war und den die Filrtigas verhaftet hatten, nachdem sie ihn in Brooklyn versteckt gefunden hatten. )
Diese bahnbrechende Entscheidung, die sich auf den fast schon obskuren Alien Tort Claims Act von 1789 stützt, entschied, dass US-Gerichte in internationalen Fällen zuständig sein können - und erkannte das Klagerecht ausländischer Menschenrechtsopfer an -, auch wenn die angebliche Verletzung in einem anderen Land durch einen Nicht-Amerikaner und gegen einen Nicht-Amerikaner erfolgte. Der Präzedenzfall Filrtiga hat die Landschaft des internationalen Menschenrechtsrechts so grundlegend verändert, dass er als Grundlage für fast 100 Folgeklagen diente und sich nicht nur auf Menschenrechtsverletzungen, sondern auch auf Verstöße gegen internationales Umwelt- und Arbeitsrecht erstreckte. Heute sind Dutzende von Sammelklagen gegen beklagte Unternehmen anhängig, die von Ölkonzernen, die den Amazonas-Regenwald zerstören, bis hin zu Designerkleidungsfirmen reichen, die im Ausland Sweatshops betreiben.
Breaking Silence" ist eine bemerkenswerte, mitreißende Geschichte, die nicht nur den berühmtesten Fall auf dem Gebiet der internationalen Menschenrechte dokumentiert, sondern auch die tragische und berührende menschliche Geschichte dahinter, die ihm Leben einhaucht. Im Jahr 2001 wurde Dr. Filrtiga für den Friedensnobelpreis nominiert, und der Alien Tort Claims Act wird unter Politikern und Gesetzgebern weiterhin heiß diskutiert.