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The Senate Syndrome: The Evolution of Procedural Warfare in the Modern U.S. Senate
Mit seinen miserablen Zustimmungsraten, seinen erbitterten Parteikämpfen und seiner offensichtlichen Unfähigkeit, seine legislativen Aufgaben zu erfüllen, könnte man den US-Senat leicht für unwürdig halten, wenn nicht sogar für völlig irrelevant. Dieses Buch zeigt uns, dass das ein Fehler wäre. Da der Senat zu dem Ort geworden ist, an dem der politische Entscheidungsprozess am häufigsten ins Stocken gerät, erfordert jede wirksame Lösung für unsere polarisierte Politik ein klares Verständnis dafür, wie die ehemals erhabene gesetzgebende Körperschaft einst funktionierte und wie sie in die gegenwärtige Krise geraten ist. Steven S. Smith liefert dieses Verständnis in The Senate Syndrome.
Wie der Senat selbst, so ist auch Smiths Darstellung historisch fundiert. Im Gegensatz zu einer Kakophonie von unsachgemäßen Meinungen und einem weit verbreiteten Missverständnis der politischen und legislativen Geschichte füllt das Buch eine Welt von fehlenden Informationen auf - über Debatten unter Senatoren über grundlegende demokratische Prozesse und die Funktionsweise von institutionellen Regeln, Verfahren und Normen. Und Smith tut dies in einer klaren und ansprechenden Weise. Er stellt die gegenwärtigen Probleme des Senats - das „Senatssyndrom“, wie er es nennt - in den historischen Kontext, indem er erklärt, wie bestimmte Ideen und Verfahren zuerst entwickelt wurden und wie sie sich im Laufe der Zeit veränderten. Nebenbei räumt er mit einer Reihe von Mythen über den Senat auf, von denen viele von den Senatoren selbst aufrechterhalten werden, und macht einige treffende Beobachtungen über die Berichterstattung der Medien über den Kongress.
Das Senatssyndrom geht über die Erklärung solch scheinbarer Formalitäten wie den Unterschied zwischen regulären Verschleppungen und Verschleppungen nach der Abstimmung, die Bedeutung von Entscheidungen des Vorsitzenden, die sich verändernde Rolle des Parlamentariers und die Debatte darüber, ob Einsprüche zur Geschäftsordnung Gegenstand von Sperrklauselmargen sein sollten, hinaus, um zu zeigen, warum es wichtig ist, sie zu verstehen. Es geht um die Lösung des Senatssyndroms und um den kritischen Kampf zwischen Mehrheitsregel und Minderheitenrechten in der amerikanischen Politikgestaltung.