Das sich selbst entleerende Subjekt: Kenosis und Immanenz, vom Mittelalter bis zur Moderne

Bewertung:   (4,6 von 5)

Das sich selbst entleerende Subjekt: Kenosis und Immanenz, vom Mittelalter bis zur Moderne (Alex Dubilet)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Der Rezensent bringt zum Ausdruck, dass die Lektüre von „Kenosis: ein Leben“ eine tiefgreifende persönliche Transformation bewirkt hat, wobei er insbesondere die Kapitel über Eckhart schätzt. Das Buch hat dazu angeregt, komplexe philosophische Ideen in einem persönlichen und spirituellen Kontext neu zu überdenken, was zu einer tieferen Auseinandersetzung mit Konzepten von Identität und Existenz geführt hat.

Vorteile:

Das Buch eröffnet neue Interessen und tiefgreifende Überlegungen zur Spiritualität. Es ermutigt zu persönlichem Wachstum und inspiriert die Leser, philosophische Texte auf sinnvolle Weise zu erforschen. Die Texte werden als berührend und befreiend beschrieben und ermöglichen eine Erforschung der eigenen Identität und der Transzendenz auf intimere Weise.

Nachteile:

Der Rezensent räumt ein, dass einige die Interpretation von Philosophen wie Hegel und Bataille als zu subjektiv und möglicherweise als Projektion persönlicher Bedeutungen kritisieren könnten, die nicht mit den traditionellen akademischen Interpretationen übereinstimmen.

(basierend auf 1 Leserbewertungen)

Originaltitel:

The Self-Emptying Subject: Kenosis and Immanence, Medieval to Modern

Inhalt des Buches:

Gegen die beiden vorherrschenden ethischen Paradigmen der kontinentalen Philosophie - Emmanuel Levinas' Ethik des Anderen und Michel Foucaults Ethik der Selbstkultivierung - theoretisiert das sich selbst entleerende Subjekt eine Ethik der Selbstentleerung oder Kenosis, die die Immanenz eines unpersönlichen und enteigneten Lebens ohne ein Warum offenbart. Anstatt die Immanenz mit den Abgrenzungen des Subjekts in Einklang zu bringen, greift Dubilet auf die Geschichte der christlichen mystischen Theologie, der modernen Philosophie und der zeitgenössischen Theorien des Subjekts zurück, um die Immanenz als das zu überdenken, was der Differenz zwischen dem (menschlichen) Selbst und dem (göttlichen) Anderen, zwischen dem Subjekt und der Transzendenz vorausgeht und sie übersteigt.

Indem das Buch argumentiert, dass Transzendenz sowohl in säkularen als auch in religiösen Bereichen auf das Leben einwirkt, stellt es eine dominante Verteilung von Konzepten im zeitgenössischen theoretischen Diskurs in Frage, die Transzendenz ausschließlich mit Religion und Theologie und Immanenz ausschließlich mit moderner Säkularität und Philosophie in Verbindung bringt. Das sich selbst entleerende Subjekt argumentiert, dass es wichtig ist, sich dagegen zu wehren, die Beziehung zwischen der mittelalterlichen Theologie und der modernen Philosophie als einen Übergang von der Bejahung der göttlichen Transzendenz zur Etablierung autonomer Subjekte zu betrachten. Durch die Auseinandersetzung mit Meister Eckhart, G.

W. F.

Hegel und Georges Bataille wird ein mittelalterlicher theologischer Diskurs aufgedeckt, der das Primat frommer Subjekte und die Transzendenz Gottes ablehnt (Eckhart); es wird ein moderner philosophischer Diskurs aufgespürt, der die Schaffung selbständiger Subjekte durch eine spekulative Neuformulierung der Konzepte der christlichen Theologie kritisiert (Hegel); und es wird ein diskursiver Ort erkundet, der die unterwerfenden Effekte der Transzendenz über theologische und philosophische Operationen und Archive hinweg aufzeigt (Bataille). Zusammengenommen deuten diese Interpretationen darauf hin, dass wir, wenn wir die antagonistische Beziehung zwischen theologischen und philosophischen Diskursen aufheben und unsere periodisierenden Annahmen und Praktiken dezentrieren, auf eine noch nicht erfasste theoretische Fülle der Selbstentäußerung stoßen könnten, die das Leben von transzendenten Mächten befreit, die es unaufhörlich ihren eigenen Zielen unterwerfen.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780823279470
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2018
Seitenzahl:256

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