Bewertung:

Das Buch stellt eine komplexe Erforschung des Geldes aus verschiedenen philosophischen und soziologischen Perspektiven dar und verwebt theoretische und empirische Erkenntnisse. Es hat gemischte Kritiken erhalten, wobei seine Erkenntnisse und sein Schreibstil sehr geschätzt wurden, aber auch Kritik an seiner Zugänglichkeit und Kohärenz geäußert wurde.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und zum Nachdenken anregend
⬤ bietet eine einzigartige Sammlung von Perspektiven sowohl von erwarteten als auch von unerwarteten Theoretikern
⬤ Dodds Schreibstil wird durchweg gelobt
⬤ gilt als Pflichtlektüre für alle, die sich ernsthaft mit dem Thema Geld beschäftigen
⬤ unterhaltsame und fesselnde Erzählung für alle, die eine detaillierte Argumentation schätzen.
⬤ Kann aufgrund des akademischen Jargons schwierig zu lesen sein
⬤ manche Leser finden es inkohärent
⬤ es fehlt an Klarheit über die Blockchain-Technologie
⬤ kann Leser mit verworrenen philosophischen Argumenten verwirren
⬤ wird als weniger überzeugend für diejenigen empfunden, die einfache Erklärungen suchen.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
The Social Life of Money
Eine Neubewertung dessen, was Geld ist - und was es sein könnte
Die Frage nach dem Wesen des Geldes hat nach der globalen Finanzkrise eine neue Dringlichkeit erhalten. Auch wenn viele Menschen weniger davon haben, gibt es immer mehr Formen und Systeme von Geld, von lokalen Währungen und sozialen Krediten bis hin zu mobilem Geld und Bitcoin. Doch unser Verständnis davon, was Geld ist - und was es sein könnte - hat damit nicht Schritt gehalten. In The Social Life of Money (Das soziale Leben des Geldes) formuliert Nigel Dodd, einer der führenden Soziologen auf dem Gebiet des Geldes, die Theorie des Themas für eine Welt nach der Krise neu, in der sich neue Arten von Geld ausbreiten.
Was gilt als legitimes Handeln von Zentralbanken, die Geld ausgeben und die Politik bestimmen? Worauf gründet sich das Recht nichtstaatlicher Akteure, neue Währungen zu schaffen? Und wie könnten neue Geldformen die staatlich sanktionierten Währungen übertreffen oder unterlaufen? Um solche Fragen zu beantworten, wirft The Social Life of Money einen frischen und umfassenden Blick auf moderne Geldtheorien.
Eines der zentralen Anliegen des Buches ist die Frage, wie das Geld der Herrschaft und Misswirtschaft von Banken und Regierungen entrissen und wieder in seine grundlegende Position als der von Georg Simmel beschriebene "Anspruch an die Gesellschaft" zurückgeführt werden kann. Doch anstatt eine weitere Kritik am staatlichen Geldsystem zu üben, zeigt The Social Life of Money die utopischen Aspekte des Geldes und die Möglichkeiten auf, wie seine Transformation wiederum Gesellschaft, Politik und Wirtschaft verändern könnte. Das Buch zeigt auch die Beiträge von Denkern auf, die bisher nicht als Geldtheoretiker betrachtet wurden - darunter Nietzsche, Benjamin, Bataille, Deleuze und Guattari, Baudrillard, Derrida sowie Hardt und Negri. Das Ergebnis sind neue Denkweisen über Geld, die nicht nur versuchen, es zu verstehen, sondern es zu verändern.