Bewertung:

Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die Reproduktionstechnologie und beleuchtet ihre historischen, politischen und finanziellen Aspekte, geht aber auch auf persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Auswirkungen ein. Viele Leserinnen und Leser fanden das Buch informativ und fesselnd, wobei sie insbesondere die gründliche Recherche und das Fachwissen der Autoren hervorhoben. Einige Kritiker waren jedoch der Meinung, dass es dem Buch an menschlicher Note mangelt und es einseitige Perspektiven auf kontroverse Themen bietet.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und informativ
⬤ fesselnde Erzählung, die historische, wissenschaftliche und persönliche Perspektiven kombiniert
⬤ gründliche Recherche mit Schwerpunkt auf der Entwicklung der Reproduktionstechnologien
⬤ hoffnungsvoller Ton für diejenigen, die mit Unfruchtbarkeit konfrontiert sind
⬤ zugänglich für Leser mit starkem Interesse an dem Thema.
⬤ Einige Leser fanden es trocken und zu sehr auf Politik und Finanzen fokussiert, ohne genügend menschliche Geschichten zu erzählen.
⬤ Man hat den Eindruck, dass die Autoren bei kontroversen Themen voreingenommen sind.
⬤ Das Buch ist für Gelegenheitsleser oder Menschen mit nur geringem Interesse am Thema nicht geeignet.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
The Pursuit of Parenthood: Reproductive Technology from Test-Tube Babies to Uterus Transplants
Eine umfassende Geschichte der assistierten Reproduktionstechnologien und ihrer ethischen Implikationen.
Finalist des PROSE Award for Best Book in History of Science, Medicine and Technology der Association of American Publishers.
Seit der Geburt des ersten IVF-Babys, Louise Brown, im Jahr 1978 in England sind mehr als acht Millionen Kinder mit Hilfe der assistierten Reproduktionstechnologien geboren worden. Von Anfang an haben sie Kontroversen ausgelöst und tiefgreifende Fragen aufgeworfen: Sollte es Grenzen dafür geben, wie weit Menschen gehen können, um ihre Vorstellung von einer Familie zu verwirklichen? Wer sollte für die Behandlung bezahlen? Wie können wir die ethische Nutzung dieser Technologien sicherstellen? Und was kann getan werden, um die rassischen und wirtschaftlichen Ungleichheiten beim Zugang zur Behandlung zu beseitigen, die es einigen ermöglichen, Kinder zu bekommen, während andere leer ausgehen?
In The Pursuit of Parenthood versuchen die Historikerin Margaret Marsh und die Gynäkologin Wanda Ronner, diese schwierigen Fragen zu beantworten. Marsh und Ronner bringen ihr einzigartiges Fachwissen im Bereich der Geschlechtergeschichte und der Frauengesundheit in das Thema ein und untersuchen die noch nie dagewesenen Mittel - die für einige befreiend und für andere zutiefst beunruhigend sind -, mit denen heute Familien gegründet werden können. Angefangen bei den frühen Versuchen, Embryonen außerhalb des Körpers einer Frau zu erzeugen, bis hin zu neuen Entwicklungen wie Mitochondrien-Ersatztechniken und Gebärmuttertransplantationen bewerten die Autoren die Auswirkungen der heutigen Reproduktionstechnologie in den Vereinigten Staaten.
In diesem Band lernen wir die Wissenschaftler und Ärzte kennen, die diese Technologien entwickelt haben, sowie die Frauen und Männer, die sie eingesetzt haben. Nebenbei räumt das Buch mit einer Reihe von Fruchtbarkeitsmythen auf, gibt politische Empfehlungen, die Klarheit und Urteilsvermögen in diese komplizierte Medizingeschichte bringen sollen, und macht deutlich, warum die Vereinigten Staaten immer noch als der "Wilde Westen" der Reproduktionsmedizin bekannt sind.