Bewertung:

Das Buch bietet einen aufschlussreichen und humorvollen Einblick in das Innenleben von Twentieth Century Fox in den späten 1960er Jahren und beleuchtet die Erfolge und Misserfolge des Studios anhand von Anekdoten und der einzigartigen Perspektive des Autors. Während einige Leser den trockenen Humor und die detaillierten Beschreibungen der Hollywood-Politik zu schätzen wissen, vermissen andere in der Erzählung Tiefe oder Engagement.
Vorteile:** Faszinierende und detaillierte Darstellung des Studiosystems. ** Humorvoller und fesselnder Schreibstil, der Fans von trockener und schwarzer Komik anspricht. ** Aufschlussreiche Einblicke in die Studiopolitik und Persönlichkeiten. ** Wertvolle Anekdoten über die Filmproduktionen und Studiomanager dieser Zeit. ** Sehr empfehlenswert für alle, die sich für die Logistik und Geschichte Hollywoods interessieren.
Nachteile:** Einige Leser finden, dass es der Erzählung an Fokus und Engagement mangelt. ** Einige halten es für einen zahmen Überblick, der nicht tief genug in die Arbeitsweise der Studios eintaucht. ** Die Prosa kann als abgehackt und wenig flüssig beschrieben werden. ** Einige sind der Meinung, dass es nicht gut gealtert ist und im Vergleich zu späteren Enthüllungen über das Studio harmlos erscheint. ** Der Wunsch nach einer eher künstlerischen Perspektive als einer reinen Geschäftsanalyse.
(basierend auf 23 Leserbewertungen)
The Studio
1967 bat John Gregory Dunne um uneingeschränkten Zugang zu den internen Abläufen bei Twentieth Century Fox. Wie durch ein Wunder erhielt er ihn. Ein Jahr lang reiste Dunne überall hin und sprach mit jedem, mit dem es sich lohnte, innerhalb des Studios zu sprechen. Er verfolgte jeden Schritt der Entstehung von Filmen wie „Dr. Dolittle“, „Planet der Affen“ und „The Boston Strangler“. Das Ergebnis ist eine Reportage, die auch dreißig Jahre später noch immer das am genauesten beobachtete und deshalb auch amüsanteste Porträt des Filmgeschäfts sein dürfte.
Ob er nun von einem Showdown zwischen dem Studiochef von Fox und zwei aalglatten, haifischähnlichen Agenten berichtet, die Freundin eines Produzenten dabei beobachtet, wie sie einen silbernen Teller aus einem Restaurant stiehlt, oder seine Augen gegen das grelle Licht einer Hollywood-Premiere abschirmt, bei der ein Schimpanse mit weißer Krawatte und Frack zu den Gästen gehört - Dunne fängt sein Thema in all seiner Effekthascherei, seinem Scharfsinn, seiner Vulgarität und seinem Rummel ein. Seit F. Scott Fitzgerald und Nathanael West hat niemand mehr Hollywood besser dargestellt.
„Liest sich so rasant wie ein Roman... (Dunne) hat das Ohr eines Romanciers für Sprache und das Auge für aufschlussreiche Details... Jeder, der schon einmal über die Korridore der Macht geschlichen ist, wird sagen, dass Dunnes Impressionismus wahr ist."--Los Angeles Times.