
The Theater of Narration: From the Peripheries of History to the Main Stages of Italy
Dieses Buch untersucht das Erzähltheater, ein italienisches Performance-Genre und eine Ästhetik, die historische Ereignisse von nationaler Bedeutung aus lokaler Perspektive wieder aufgreift und dabei die reiche Beziehung zwischen persönlichen Erfahrungen und historischen Berichten nutzt. Unter Einbeziehung von Originalrecherchen aus den Privatarchiven führender Erzähler - Künstler, die ihre Werke schreiben und aufführen - argumentiert Juliet Guzzetta, dass diese Praxis das Publikum lehrt, dass gewöhnliche Menschen nicht einfach Zeugen der Geschichte sind, sondern an ihrer Entstehung beteiligt.
Das Erzähltheater entstand in Italien während der Arbeiter- und Studentenproteste, des innenpolitischen Terrorismus und des sozialen Fortschritts in den 1970er Jahren. Indem sie Dario Fos und Franca Rames Stil des politischen Theaters weiterentwickelten, von Jerzy Grotowski und Bertolt Brecht beeinflusst wurden und an die freilaufenden Schauspieler-Autoren-Traditionen der Commedia dell'arte anknüpften, schufen die Erzähler eine neue Form des Volkstheaters, die in den 1990er Jahren an Bedeutung gewann und weiterhin an Anerkennung gewinnt. Guzzetta zeichnet die Geschichte des Erzähltheaters nach, kontextualisiert seine Ursprünge - sowohl politisch als auch intellektuell - und stellt die Beiträge des Teatro Settimo in den Mittelpunkt, einer Theatergruppe, die in früheren Studien übersehen wurde. Sie untersucht auch die Experimente des Genres in Fernsehen und Medien.
The Theater of Narration ist das erste vollständige Buch in englischer Sprache zu diesem Thema. Es nutzt die genaue Lektüre und eine Fülle von Primärquellen, um die Techniken zu untersuchen, mit denen die Erzähler die Geschichte neu gestalten - ein Prozess, der die Art und Weise offenbart, in der die Geschichte selbst ein Theater der Erzählung ist.