Bewertung:

Das Buch bietet eine kritische Auseinandersetzung mit dem Tulsa-Massaker und beleuchtet ein bedeutendes, aber übersehenes Ereignis in der Geschichte der USA. Es enthält eine reichhaltige Sammlung von Fotografien und Archivmaterial, gut recherchierte Erzählungen und soll die Leser über die Brutalität aufklären, mit der die schwarze Gemeinschaft in Tulsa konfrontiert war.
Vorteile:⬤ Gut recherchierte und wissenschaftliche Arbeit
⬤ effektiver Einsatz von Fotografien zur Vermittlung der Geschichte
⬤ wichtiger Beitrag zum Verständnis der Geschichte der Schwarzen
⬤ hochwertige Produktion
⬤ zeitgemäß und wichtig für Bildung und Bewusstsein.
Einige Leser könnten den Text und den Kontext ohne zusätzliche Karten als schwierig empfinden; einige empfanden es als schockierend zu entdecken, dass ein so wichtiges historisches Ereignis nicht in ihrer Ausbildung behandelt wurde.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
The 1921 Tulsa Race Massacre, 1: A Photographic History
Am Abend des 31. Mai 1921 und in den frühen Morgenstunden des 1. Juni griffen mehrere tausend weiße Bürger und Behörden den afroamerikanischen Stadtteil Greenwood in Tulsa, Oklahoma, gewaltsam an. Innerhalb von zwölf Stunden legten die weißen Tulsaner eine der wohlhabendsten schwarzen Gemeinden der Nation in Schutt und Asche und töteten schätzungsweise 300 Menschen, zumeist Afroamerikaner. Dieser reich bebilderte Band mit mehr als 175 Fotos und mündlichen Berichten wirft ein neues Licht auf das Ethnie-Massaker aus der Sicht der Opfer und Überlebenden.
Der Historiker und Black-Studies-Professor Karlos K. Hill präsentiert eine Reihe von Fotografien, die vor, während und nach dem Massaker aufgenommen wurden, meist von weißen Fotografen. Einige der Bilder werden hier zum ersten Mal veröffentlicht. Der Autor vergleicht diese Fotografien mit denen, die anderswo in den Vereinigten Staaten von Lynchjustiz aufgenommen wurden, und liefert überzeugende Argumente dafür, den Ausbruch von 1921 nicht als Aufstand, sondern als Massaker zu bezeichnen. Weiße Zivilisten, in vielen Fällen unterstützt oder geduldet von den örtlichen und staatlichen Ordnungskräften, verübten einen systematischen und koordinierten Angriff auf schwarze Tulsaner und ihr Eigentum.
Trotz aller Gewalt und Verwüstung bauten die schwarzen Tulsaner den Greenwood District Stein für Stein wieder auf. Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts hatte Greenwood mit fast 250 von Schwarzen geführten und in schwarzem Besitz befindlichen Unternehmen einen neuen Höhepunkt erreicht. Heute arbeiten die Bürger von Greenwood mit Unterstützung der breiteren Gemeinschaft weiterhin fleißig an der Wiederbelebung des Viertels, das einst als „Black Wall Street“ bekannt war.
Das Tulsa Race Massacre von 1921: A Photographic History bietet eine Perspektive, die in anderen Berichten weitgehend fehlt. Es ist fesselnd und beunruhigend zugleich und wird die Leser ermutigen, sich mit dem unbequemen Erbe der rassistischen Gewalt in der US-Geschichte auseinanderzusetzen.