Bewertung:

In den Rezensionen wird das Buch als eine fesselnde und informative Untersuchung des Mann Act von 1910 hervorgehoben, in der seine Ursprünge, seine Auswirkungen und die ihn umgebende Rechtsgeschichte erörtert werden. Der Autor, Langum, präsentiert das Material mit Leidenschaft und Überzeugung und macht dem Leser ein komplexes Thema zugänglich.
Vorteile:⬤ Informativ und fesselnd geschrieben
⬤ klarer historischer Überblick über den Mann Act
⬤ aufschlussreiche Kritik an der Moralgesetzgebung
⬤ zugänglich und unterhaltsam für Leser
⬤ relevant für Diskussionen über Recht, Geschichte und individuelle Rechte.
In den Rezensionen wurden keine nennenswerten Nachteile genannt; einige Leser könnten das Thema als Nische empfinden.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Crossing Over the Line: Legislating Morality and the Mann ACT
Crossing over the Line beschreibt die Torheit des Mann Act von 1910 - ein Gesetz der Vereinigten Staaten, das die Reise eines Mannes und einer Frau von einem Staat in einen anderen mit der Absicht, eine unsittliche Handlung zu begehen, zu einem schweren Verbrechen machte. Ausgelöst durch eine landesweite Welle der Hysterie über den "weißen Sklavenhandel" wurde das Gesetz vom Kongress der Vereinigten Staaten als Waffe gegen Zwangsprostitution geschaffen.
Dieses Buch ist die erste Geschichte des oft bizarren Werdegangs des Mann Acts, von seiner Verabschiedung bis zu der Änderung, die ihm schließlich den Garaus machte. In den Händen von David J. Langum wird die Geschichte des Gesetzes zu einem unterhaltsamen Lehrstück über die Torheit, private Moral gesetzlich zu regeln.
Langum erzählt die farbenfrohen Details zahlreicher Gerichtsfälle, um zu zeigen, wie die Durchsetzung des Gesetzes die Veränderungen in der gesellschaftlichen Einstellung der Amerikaner widerspiegelte. Bundesstaatsanwälte wurden zu Meistern im selektiven Einsatz des Gesetzes: gegen politische Gegner der Regierung wie Charlie Chaplin; gegen Personen, die sich anderen strafrechtlichen Anklagen entzogen, wie der Capone-Mafioso "Machine Gun" Jack McGurn; und gegen schwarze Männer wie den Sänger Chuck Berry und den Boxer Jack Johnson, die es wagten, mit weißen Frauen zu verkehren. Das Gesetz führte zu einer blühenden Erpressungsindustrie und wurde von Frauen wie der Frau von Frank Lloyd Wright genutzt, um günstige Scheidungsvereinbarungen zu erpressen.
"Crossing over the Line ist ein wissenschaftliches Werk, das von einem Bürgerrechtler verfasst wurde, und der Text ... sprüht vor der Leidenschaft eines glühenden Verfechters der echten Freiheit unter vernünftigen Gesetzen" - Jonathan Kirsch, Los Angeles Times.