
Translating Ancient Greek Drama in Early Modern Europe: Theory and Practice (15th-16th Centuries)
Der Band versammelt Beiträge zur Übersetzung im 15. und 16.
Jahrhundert in ganz Europa (insbesondere in Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Deutschland und England). Während sich die Studien über die Rezeption des antiken griechischen Dramas in dieser Zeit im Allgemeinen auf eine nationale Tradition konzentrierten, erweitert dieses Buch den geografischen und sprachlichen Rahmen, um es als europäisches Phänomen zu betrachten. Die lateinischen Übersetzungen sind ein besonderes Beispiel für diesen erweiterten Rahmen: Übersetzer aus ganz Europa latinisierten das griechische Drama und entwickelten dabei Netzwerke von Übersetzern und Übersetzungspraktiken, die über nationale Grenzen hinausgehen konnten.
Die hier versammelten Kapitel zeigen, dass sich Übersetzungstheorie und -praxis nicht in nationaler Isolation entwickelten, sondern Teil eines größeren europäischen Phänomens waren, das durch gemeinsame Bezüge auf biblische und griechisch-römische Altertümer genährt und durch gemeinsame religiöse und wissenschaftliche Kontroversen geschärft wurde. Der Band stellt diese Texte nicht nur in den breiteren Kontext der Rezeption des griechischen Dramas in der Frühen Neuzeit, sondern eröffnet auch Wege für eine theoretische Debatte über Übersetzungspraktiken und Übersetzungsdiskurse sowie über deren Übertragung auf die Terminologie des 21.