
The Universe in the Image of Imago Dei
Kosmologie, Anthropologie und Christologie sind eng miteinander verknüpft. Dies bedeutet, dass man nicht über die Struktur der Welt sprechen kann, ohne dass der Mensch darin vorkommt, und dass es unmöglich ist, ein vernünftiges Verständnis des Menschen zu entwickeln, ohne ihn im Universum zu verorten.
Um zu verstehen, woher die menschliche Fähigkeit kommt, das Universum zu beschreiben, muss man sich auf das göttliche Bild des Menschen berufen, d. h. auf sein Urbild im menschgewordenen Christus.
Während Christen traditionell glauben, dass das Phänomen Mensch einzigartig ist, da es nach dem Bild Gottes geschaffen wurde, stellen wissenschaftliche Disziplinen wie die Evolutionsbiologie, die Paläoanthropologie, die Wissenschaften der künstlichen Intelligenz, die Psychologie und andere die Vision des Menschen als einzigartiges Gebilde und damit die Lehre von der Imago Dei in Frage. All diese Disziplinen stellen den Menschen in eine mittelmäßige Position in der Welt, begleitet von einem Gefühl der Angst, der Unsicherheit und der Nicht-Einstimmung auf das Universum.
Die Theologie muss auf diese Herausforderungen reagieren, indem sie die Daten der Wissenschaften in ihren Bereich einbezieht, um solche Ängste zu neutralisieren. Der sich daraus ergebende Dialog zwischen Theologie und Wissenschaft liefert eine Hermeneutik des menschlichen Zustands, die nicht darauf abzielt, letzteren zu verändern.
Dann wird der Sinn des Universums aus dem Inneren des göttlichen Bildes heraus offenbart, das die Schwierigkeiten der menschlichen Schöpfung widerspiegelt.