Bewertung:

Das Buch „Das Urteil in Berlin“ erzählt von einem Gerichtsdrama unter dem Vorsitz von Richter Herbert J. Stern, in dem es um polnische Flüchtlinge geht, die der Entführung eines Flugzeugs beschuldigt werden. Der moralische Konflikt des Richters über die Anwendung der Nazigesetze in dem Prozess wirft ein Schlaglicht auf die Themen Gerechtigkeit und Ethik und ruft bei den Lesern starke Meinungen hervor.
Vorteile:Das Buch wird für seine inspirierende Erzählung und die starke moralische Haltung von Richter Stern gelobt, die sein Engagement für Gerechtigkeit und die US-Verfassung widerspiegelt. Die einzigartige Perspektive des Autors und seine persönliche Verbindung zu dem Fall verleihen der Geschichte Tiefe.
Nachteile:Einige Leser empfinden den Autor als eigennützig, führen Probleme mit seiner Beteiligung an Verfilmungen an und kritisieren seine Zuverlässigkeit. Die unterschiedlichen Meinungen der Rezensenten lassen darauf schließen, dass die Meinungen über den Charakter des Autors und die Gesamtdarstellung des Falles auseinandergehen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Judgment in Berlin: The True Story of a Plane Hijacking, a Cold War Trial, and the American Judge Who Fought for Justice
Spannend... bewegend... jedem fiktiven Thriller ebenbürtig."-- San Francisco Chronicle
Im August 1978 hing der Eiserne Vorhang noch schwer über Europa. Um dem unterdrückten Ostberlin zu entkommen, entführte ein ostdeutsches Ehepaar, Hans Detlef Alexander Tiede und Ingrid Ruske, ein polnisches Flugzeug und leitete es in den amerikanischen Sektor Westberlins um. Zusammen mit dem Ehepaar liefen mehrere Passagiere spontan in den Westen über und wurden von US-Beamten empfangen. Doch innerhalb weniger Stunden erinnerten kommunistische Beamte den Westen an die Anti-Entführungsabkommen des Warschauer Pakts, und so wurden die Flüchtigen vom US-Außenministerium verhaftet.
Vierunddreißig Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten die Vereinigten Staaten mitten in West-Berlin, der ehemaligen Hauptstadt des Dritten Reichs, ein Gericht in dem Gebäude, in dem einst die Luftwaffe untergebracht war, um das Entführerpaar vor Gericht zu stellen. Der ehemalige Bezirksstaatsanwalt von New Jersey und jetzige Richter Herbert J. Stern wurde zum "US-Richter für Berlin" ernannt. Was folgte, war ein Prozess voller Manöver und Strategien, die Perry Mason in den Schatten stellen würden, und eine Antwort auf die Frage: Was ist Menschen erlaubt, die nach Freiheit streben?
Das Urteil in Berlin, das auch als großer Kinofilm mit Martin Sheen und Sean Penn in den Hauptrollen verfilmt wurde, ist mit seinen lebendigen Schilderungen von waghalsigen Fluchten, knappen Entscheidungen, diplomatischen Intrigen und dramatischen Auseinandersetzungen im Gerichtssaal eine unübertroffene Spannungsgeschichte aus dem wahren Leben. Die Originalausgabe wurde mit dem Freedom Foundation Award ausgezeichnet, und diese aktualisierte Ausgabe enthält eine neue Einleitung des Autors und Richters Herbert J. Stern.