
The Promise of Prosperity: Visions of the Future in Timor-Leste
Für die Bevölkerung von Timor-Leste versprach die Unabhängigkeit einen grundlegenden Wandel von der Fremdbestimmung zur Selbstverwaltung, von der Brutalität zur Achtung der Grundrechte und von der Armut zum Wohlstand.
In den Augen der politischen Führer des Landes sind die Einnahmen aus den Öl- und Gasreserven des Landes das Mittel, mit dem dieser Wandel vollzogen werden könnte. In den letzten zehn Jahren haben sie ehrgeizige Pläne für staatlich gelenkte Entwicklungsprojekte und ein rasches Wirtschaftswachstum formuliert.
Paradoxerweise sind diese modernistischen Visionen gleichzeitig von Vorstellungen geprägt, die sich aus Gewohnheit, Religion, Rechenschaftspflicht und Verantwortung gegenüber künftigen Generationen ergeben, und stehen im Widerspruch dazu. In diesem Buch wird untersucht, wie das Wohlstandsversprechen die Politik beeinflusst und wie politische Debatten die Erwartungen an die Zukunft in einem der jüngsten und ärmsten Nationalstaaten der Welt prägen.