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The Gist of Reading
Was passiert mit Büchern, wenn sie in unserem Langzeitgedächtnis leben? Warum finden wir manche Bücher unterhaltsam und andere nicht? Und wie wirkt sich literarischer Einfluss auf Schriftsteller auf unterschiedliche Weise aus? Auf der Grundlage der Erkenntnisse der empirischen Psychologie erweitert dieses Buch die klassische Reader-Response-Theorie und befasst sich mit vernachlässigten Aspekten des Lesens, die von der traditionellen Literaturkritik nicht erklärt werden können. Lesen ist das Ergebnis einer Kombination aus zwei Arten von geistiger Arbeit: automatischen und kontrollierten Prozessen.
Automatische Prozesse, wie z. B. die Fähigkeit, visuelle Symbole als Wörter zu erkennen, sind das Ergebnis ständiger Übung; kontrollierte Prozesse, wie z.
B. die Vorhersage, was als Nächstes in einer Geschichte passieren könnte, entstehen durch den bewussten Einsatz von Fähigkeiten und Hintergrundwissen des Lesers.
Beim Lesen arbeiten automatische und kontrollierte Prozesse zusammen, um den Kern des Lesens, das ständige Zusammenspiel zwischen diesen beiden Arten von Prozessen, zu erzeugen. Andrew Elfenbein erklärt nicht nur, wie wir heute lesen, sondern nutzt auch das aktuelle Wissen über das Lesen, um die Leser vergangener Jahrhunderte zu betrachten.
Er argumentiert, dass das Verständnis des Kerns von zentraler Bedeutung für die Interpretation der sozialen, psychologischen und politischen Auswirkungen literarischer Werke ist. Das Ergebnis ist die erste größere Revision der Lesepraktiken in der Literaturkritik seit den 1970er Jahren.