Bewertung:

Dieses Buch bietet eine einzigartige Erzählung, in der es um Sprache, kulturelle Identität und persönliches Wachstum geht und die in einer geheimnisvollen Sprachschule spielt. Während einige Leser die phantasievolle Prämisse und die komplexen Charaktere schätzten, vermissten andere die Klarheit des Genres und waren von dem überstürzten Ende enttäuscht.
Vorteile:Viele Leser lobten das Buch für seinen fesselnden Schreibstil, die tiefen Einblicke in verschiedene gesellschaftliche Themen und die sympathischen Charaktere. Hervorgehoben wurden die Erforschung der Linguistik, die komplexen Freundschaften und die zum Nachdenken anregenden Kommentare zu verschiedenen Themen wie Geschlecht, Moral und Identität. Einige Rezensenten fanden das Buch fesselnd und konnten es kaum aus der Hand legen, da sie das einzigartige Konzept und die überraschenden Wendungen schätzten.
Nachteile:Die Kritiker merkten an, dass das Buch kein Thriller im Sinne der Werbung sei und empfanden die Auflösung als überstürzt und unbefriedigend. Einige fanden die Entwicklung der Charaktere unzureichend, die Handlung undeutlich und die Interaktionen konstruiert. Außerdem wurde der Protagonist von einigen als unsympathisch empfunden, und einige Leser waren der Meinung, dass das Tempo des Buches uneinheitlich war, was zu einem enttäuschenden Ende führte.
(basierend auf 61 Leserbewertungen)
The Centre
In diesem "schillernden" spekulativen Debüt treibt eine in London lebende pakistanische Übersetzerin ihre festgefahrene Karriere voran, indem sie eine mysteriöse Sprachschule besucht, die sich damit rühmt, fast sofort fließend zu sprechen - allerdings zu einem geheimen, unheimlichen Preis (Gillian Flynn).
Anisa Ellahi träumt davon, eine Übersetzerin "großer literarischer Werke" zu sein, verbringt ihre Tage jedoch hauptsächlich damit, Bollywood-Filme zu untertiteln und von der großzügigen Unterstützung ihrer Eltern zu leben. Zu ihrem wachsenden Gefühl der Unzulänglichkeit kommt hinzu, dass ihr mittelmäßiger weißer Freund Adam seine Begabung für Sprachen erfolgreich in eine beneidenswerte Karriere umgemünzt hat. Doch als Adam praktisch über Nacht Urdu sprechen lernt, zwingt Anisa ihn, sein Geheimnis zu verraten.
Adam erzählt ihr widerwillig von The Centre, einem elitären, nur für geladene Gäste zugänglichen Programm, das garantiert, dass man in nur zehn Tagen jede Sprache fließend beherrscht. Für Anisa klingt das wie ein Schritt in Richtung des Lebens, das sie sich immer gewünscht hat. Ohne ihr Hab und Gut und ohne jeden Kontakt zur Außenwelt meldet sie sich an und unterzieht sich den seltsamen und strengen Prozessen des Zentrums. Aber als Anisa sich immer mehr in die Organisation einbringt, verführt von all dem, was sie möglich macht, erkennt sie bald die versteckten Kosten ihrer Dienste.
Mit einer Mischung aus düsterer Komik und Surrealismus und mit ebenso spannenden wie schockierenden Wendungen reist "Das Zentrum" durch Karatschi, London und Neu-Delhi und durchkreuzt dabei die heikle Politik von Sprache, Übersetzung und Aneignung. Durch Anisas fesselnde Geschichte von Streben und Selbstverwirklichung stellt Ayesha Manazir Siddiqi dem Leser letztlich die Frage: Was ist der wahre Preis, den wir bei unserem Streben nach dem Zentrum zahlen?