
Data for Journalism: Between Transparency and Accountability
Unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen den Entwicklungen im Bereich der offenen Daten und des Datenjournalismus bietet Data for Journalism: Between Transparency and Accountability eine interdisziplinäre Darstellung dieser komplexen und unsicheren Beziehung in einem Kontext, in dem die Kontrolle über Daten verschärft und Transparenz gegen Privatsphäre abgewogen wird.
Da Daten sowohl vielversprechende als auch störende Veränderungen für die Gesellschaft mit sich gebracht haben, ist das Verhältnis zwischen Transparenz und Rechenschaftspflicht kompliziert geworden, und Datenjournalismus wird neben den widersprüchlichen Erfordernissen der Öffnung und des Schutzes von Daten praktiziert. Dieses Buch untersucht nicht nur die Vorteile von Daten für den Journalismus, sondern befasst sich auch mit der unsicheren Natur von Daten und den Hindernissen, die einen reibungslosen Zugang zu Daten und deren ordnungsgemäße Nutzung für die Datenberichterstattung verhindern. Aufgrund dieser Hindernisse wird argumentiert, dass einzelne Datenjournalisten eine entscheidende Rolle bei der Nutzung von Daten für den Journalismus spielen und die Verbreitung von Daten erleichtern. Reibungsverluste beim Datenzugang, die Ressourcen und die Kultur der Redaktionen sowie die Fähigkeiten und die Datenkompetenz der Datenjournalisten bestimmen, inwieweit der Journalismus von Daten profitieren kann, und diese Faktoren verschärfen potenziell die digitalen Ungleichheiten zwischen den Redaktionen in verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichen Ressourcen. Daher nimmt der Autor eine internationale Perspektive ein und stützt sich auf empirische Untersuchungen und Fälle aus der ganzen Welt, darunter Länder wie Großbritannien, die USA, Deutschland, Schweden, Australien, Indien, China und Japan.
Data for Journalism führt eine neue Dimension in die Untersuchung der Entwicklungen im Journalismus und der Rolle des Journalismus in der Gesellschaft ein und wird für Akademiker und Forscher in den Bereichen Journalismus und Soziologie der (großen und offenen) Daten von Interesse sein.