
Data-Gathering in Colonial Southeast Asia 1800-1900: Framing the Other
1.
Dies ist die erste breit angelegte systematische Studie über koloniale Datengewinnung und Wissensproduktion im kolonialen Südostasien, die bisher geschrieben wurde. 2.
Diese Arbeit wird zeigen, wie die Datenerhebung und Wissensproduktion im kolonialen Südostasien eng mit dem breiteren Unternehmen der orientalistischen Wissenschaft verbunden war und wie die Datensammlung Hand in Hand mit der Konstruktion negativer Stereotypen des einheimischen Anderen ging. Ich hoffe, dass dies Wissenschaftler aus/über Südostasien dazu veranlasst, über ihre eigene Arbeit und die Frage der Gewalt in der Erkenntnistheorie und Wissensbildung nachzudenken. 3.
Diese Arbeit wird sich kritisch mit der Funktionsweise der kolonialen Macht in Südostasien auseinandersetzen und soll zeigen, wie die Eroberung und Kolonisierung Südostasiens nicht nur durch den Einsatz von Waffen erreicht wurde, sondern auch entscheidend von der Anhäufung und Entwicklung eines Korpus orientalistischer/imperialistischer Daten abhing, d.h. Daten, die zur Rationalisierung und Rechtfertigung des kolonialen Projekts instrumentalisiert und mit Waffengewalt eingesetzt wurden.