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Diese Replik von Byrds Skizzenbuch ist sowohl eine Einführung in einen unterschätzten amerikanischen Künstler als auch ein sensibles Nachkriegsporträt derjenigen, die im Zweiten Weltkrieg gedient haben. Obwohl er seine Kunst zu Lebzeiten nur selten ausstellte, entwickelte der amerikanische Maler David Byrd (1926-2013) neben seiner Karriere als Pfleger in einer psychiatrischen Abteilung eine ausgefeilte künstlerische Praxis.
Byrd war selbst ein Veteran des Zweiten Weltkriegs und wurde durch die fast 30 Jahre, die er im Veterans Affairs Hospital im Bundesstaat New York verbrachte, tief geprägt. In gedämpften Tönen schildert Byrd die Entfremdung seiner Patienten mit einer besonderen Sensibilität für die Illusion von Raum: Selbst wenn sie in einem Raum zusammengepfercht sind, wirken seine Figuren völlig allein. Die vorliegende Publikation ist eine Replik des Tagebuchs, das Byrd von 1958 bis 1988 führte.
Darin dokumentierte er die Lebensgeschichten seiner Patienten und reflektierte über die Fähigkeit des Menschen, Schmerz und Überleben zu ertragen. Byrds Tagebuch, das mit Skizzen und täglichen Beobachtungen gefüllt ist, ist eine Einführung in einen unterschätzten Künstler und eine Aufzeichnung des psychologischen Traumas während der Nachkriegszeit in den Vereinigten Staaten.