Bewertung:

Das Buch „David Lynch: Interviews“ ist eine Zusammenstellung von Interviews mit dem Filmemacher, die sich über drei Jahrzehnte seiner Karriere erstrecken. Es bietet Einblicke in Lynchs Ansichten und seinen rätselhaften Stil und richtet sich in erster Linie an eingefleischte Fans und weniger an Gelegenheitsleser oder Kinobesucher.
Vorteile:Das Buch enthält eine gut kuratierte Auswahl von Interviews, die ein breites Spektrum von Themen im Zusammenhang mit Lynchs Filmen und seiner Karriere abdecken. Es ist informativ für ernsthafte Fans und bietet einen chronologischen Überblick von seinem Frühwerk bis zu seinen späteren Meisterwerken. Die Rezensenten schätzen die Tiefe und Qualität der Interviews und weisen darauf hin, dass auch bisher unveröffentlichte Inhalte enthalten sind.
Nachteile:Für Gelegenheitsfans oder diejenigen, die mit Lynchs Werk nicht vertraut sind, könnte das Buch weniger interessant sein, da es tief in seine künstlerische Vision eindringt, ohne direkte Interpretationen zu liefern. Manche Leser finden Lynchs Weigerung, seine Filme zu erklären, ermüdend, und die rätselhafte Natur seiner Interviews mag nicht jeden ansprechen.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Nur wenige Regisseure haben in den letzten drei Jahrzehnten so fesselnde, kontroverse oder verwirrende Filme gedreht wie David Lynch (geb. 1946).
Und noch weniger waren so zurückhaltend, darüber zu sprechen, was sie tun. In dieser Sammlung hat der Herausgeber Richard A. Barney die seltenen Interviews ausgewählt, in denen Lynch sich den Fragen öffnet, anstatt sie abzuwehren.
Egal, ob Lynch über seine ersten Kurzfilme wie The Grandmother oder den surrealistischen Durchbruch Eraserhead, die erfolgreiche Fernsehserie Twin Peaks, den Oscar-nominierten The Elephant Man, Blue Velvet oder seine experimentellen Meisterleistungen Mulholland Drive und Inland Empire spricht, er betont die Macht von Bild und Ton, um seine Vision zu vermitteln. David Lynch: Interviews ist die erste Zusammenstellung von Gesprächen mit dem Regisseur, die das breite Spektrum seiner künstlerischen Aktivitäten im Laufe seiner Karriere abdeckt, darunter Filmemachen, Malerei, Musikproduktion und Möbeldesign.
Es dokumentiert die Entwicklung von Lynchs Rolle bei der Diskussion seiner Filme, von seinem selbst beschriebenen „präverbalen Stadium“ in den frühen Jahren bis hin zu seinen zunehmend ausgefeilten, wenn auch immer noch schwer fassbaren Artikulationen. Es zeigt auch das intensive internationale Interesse an Lynchs Arbeit, mit Interviews aus französischen und spanischen Quellen, die hier zum ersten Mal übersetzt werden.