
Debating Disney: Pedagogical Perspectives on Commercial Cinema
Mit Beteiligungen in den Bereichen Film, Fernsehen, Themenparks und Merchandising ist Disney nach wie vor eine der dominierenden Kräfte der Populärkultur auf der ganzen Welt. Die von dem Studio produzierten Filme sind in der Regel in fast allen Ländern, in denen sie veröffentlicht werden, Blockbuster.
Trotz ihres Erfolgs an den Kinokassen stoßen diese Filme jedoch oft auf ebenso viel Verachtung wie Bewunderung. Während sie für ihre visuelle Ästhetik geschätzt werden, werden viele dieser Filme für ihre kulturelle Unsensibilität oder mangelnde historische Treue kritisiert. In Debating Disney: Pedagogical Perspectives on Commercial Cinema haben Douglas Brode und Shea T.
Brode eine Sammlung von Aufsätzen zusammengestellt, die Disneys Schaffen von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart untersuchen. Jedes Kapitel in diesem Band repräsentiert die gegensätzlichen Standpunkte der Autoren, die die Disney-Kultur aus verschiedenen Perspektiven betrachten.
Die Aufsätze befassen sich sowohl mit Animations- und Realfilmen als auch mit Fernsehprogrammen und erörtern den Umgang des Studios mit sozialen Themen wie Rasse, Geschlecht und Kultur sowie mit der Darstellung von Wissenschaft und Geschichte. Obwohl einige der Aufsätze in diesem Band einzelne Filme oder Fernsehsendungen kritisieren, würdigen sie auch die Fähigkeit des Studios, das Publikum mit der Qualität seiner Arbeit zu begeistern.
Diese Aufsätze regen den Leser dazu an, seine eigenen Schlüsse aus den Disney-Produktionen zu ziehen, und ermöglichen es ihm, das Studio als Held - ebenso wie als Schurke - in der kulturellen Auseinandersetzung zu betrachten. Debating Disney ist sowohl für Filmwissenschaftler und -studenten als auch für alle, die sich für die Populärkultur interessieren, von Interesse.