
Debating and Defining Borders: Philosophical and Theoretical Perspectives
Dieses Buch bringt Erkenntnisse von Grenzwissenschaftlern und Philosophen zusammen, um die Frage zu stellen, wie wir heute Konzepte von Grenzen definieren und verstehen sollen. Grenzen spielen in der heutigen Gesellschaft eine entscheidende Rolle. Man denke nur an die US-Wahlen 2016 und das Brexit-Referendum im Vereinigten Königreich und die anschließende Debatte, bei denen sich die Rhetorik und Symbolik der Grenzkontrollen als grundlegend für die Ergebnisse erwiesen. Grenzen werden jedoch auch immer vielschichtiger und komplexer und stellen Schnittpunkte politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Interessen dar.
Für die einen sind Grenzen greifbar, zeitlich und räumlich verortet; für die anderen lässt sich das Wesen von Grenzen abstrahieren und in allgemeinen Begriffen diskutieren. Indem dieser Sammelband Grenzen philosophisch und theoretisch erörtert, setzt er sich mit den wichtigsten und herausforderndsten Fragen im Bereich der Grenzstudien auseinander, nämlich mit der Definition des Untersuchungsgegenstandes selbst. Teil 1 des Buches besteht aus theoretischen Beiträgen von Grenzwissenschaftlern, Teil 2 verfolgt einen philosophischen Ansatz, und Teil 3 bringt Kapitel zusammen, in denen Philosophie und Grenzstudien direkt miteinander verbunden sind.
Grenzen überschneiden sich mit den Schlüsselthemen unserer Zeit, von Migration, Klimawandel, Terror, Globalisierung, Ungleichheit und Nationalismus bis hin zu Fragen der Kultur, Identität, Ideologie und Religion, die ineinandergreifen. Dieses Buch wird für alle interessant sein, die in diesen Bereichen studieren, vor allem aber für Forscher der Grenzwissenschaften und der Philosophie.