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Deconstruction Machines, 54: Writing in the Age of Cyberwar
Eine kühne neue Theorie des Cyberwar besagt, dass militarisiertes Hacken am besten als eine Form der Dekonstruktion zu verstehen ist
Von schattenhaften Versuchen, Staatsgeheimnisse zu stehlen, bis hin zur explosiven Zerstörung iranischer Zentrifugen - der Cyberwar ist seit fast dreißig Jahren ein wichtiger Bestandteil der Staatsführung. Doch obwohl uns die computergestützte Kriegsführung schon seit Jahrzehnten begleitet, hat sie sich seit ihrem Aufkommen in den 1990er Jahren dramatisch verändert, und das Tempo des Wandels beschleunigt sich.
In Deconstruction Machines (Dekonstruktion von Maschinen) untersucht Justin Joque die grundlegende Natur des Cyberwar anhand einer detaillierten Untersuchung dessen, was an den Krisenpunkten passiert, wenn Cybersicherheitssysteme zusammenbrechen und ihre inneren Widersprüche offenbaren. Er kommt zu dem Schluss, dass man sich den Cyberwar am besten als eine Reihe von Netzwerken vorstellt, deren ständig wechselnde Verbindungen seine Möglichkeiten bestimmen. Schließlich stellt er sich den Cyberwar als eine Form des Schreibens vor und vertritt die innovative These, dass Cyberangriffe als eine militarisierte Form der Dekonstruktion betrachtet werden sollten, bei der Computerprogramme Systeme sind, die innerhalb der breiteren Welt der Texte operieren.
Joque geht dabei auf brisante Themen wie technologische soziale Kontrolle und Cyber-Widerstandsorganisationen wie Anonymous und Wikileaks ein und liefert gleichzeitig eine reichhaltige, detaillierte Geschichte des Cyberwar. Deconstruction Machines bietet eine notwendige Neuinterpretation der Dekonstruktion und eine zeitgemäße Analyse von Medien, Krieg und Technologie.