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Deleuze, Bergson, Merleau-Ponty: The Logic and Pragmatics of Creation, Affective Life, and Perception
Deleuze, Bergson, Merleau-Ponty: Die Logik und Pragmatik der Schöpfung, des affektiven Lebens und der Wahrnehmung bietet die einzige umfassende Untersuchung der Beziehungen zwischen Deleuze, Bergson und Merleau-Ponty.
Henri Bergson (1859-1941), Maurice Merleau-Ponty (1908-1961) und Gilles Deleuze (1925-1995) folgten einander über einen Zeitraum von 136 Jahren als führende Stimmen der französischen Philosophie. Ihre Beziehung zum Werk des jeweils anderen ging weit über die Überschneidung ihrer Lebenszeiten hinaus. Bergson wurde für Merleau-Ponty und Deleuze sowohl zur Quelle philosophischer Erkenntnisse als auch zum Gegenstand der Kritik. Deleuze kritisierte Merleau-Pontys Phänomenologie ebenso wie sein Interesse an der Kognitions- und Naturwissenschaft. Die Autorin Dorothea Olkowski weist darauf hin, dass jeder dieser Philosophen sein Denken in Beziehung zu seinem Verständnis von entscheidenden Entwicklungen und Theorien der Wissenschaftsgeschichte und -philosophie setzte, was für die kontinentale Philosophie schwer zu fassen war. Sie zeigt die Unterschiede zwischen diesen Philosophen in Bezug auf ihre unterschiedlichen Herangehensweisen an die physikalischen Wissenschaften auf und wie ihre Ansichten über die Wissenschaft in Bezug auf ihre größeren philosophischen Projekte funktionieren.
In Deleuze, Bergson, Merleau-Ponty untersucht Olkowski die kritischen Bereiche der Struktur von Zeit und Gedächtnis, die Struktur des Bewusstseins und die Frage nach dem Verhältnis des Menschen zur Natur. Sie zeigt auf, dass diese Philosophen von den Ideen der anderen ausgehen und starke Behauptungen über Zeit, Bewusstsein, Realität und deren Auswirkungen auf die Menschheit aufstellen, die konvergieren und divergieren. Das Ergebnis ist ein klareres Bild der verflochtenen Arbeitsweise der kontinentalen Philosophie und ihrer grundlegenden Auseinandersetzung mit den Wissenschaften.