Bewertung:

Das Buch bietet eine Erkundung der politischen Philosophie von Gilles Deleuze und konzentriert sich dabei auf Konzepte wie „becomings“, „Deterritorialisierungen“ und „Nomadismen“. Es dient sowohl als Einführung in politische Themen in Deleuzes Werk als auch als vertiefte Auseinandersetzung mit seinen Konzepten, insbesondere im Kontext zeitgenössischer politischer Themen wie dem Recht der Indigenen. Es zeichnet sich durch seine Originalität und Wissenschaftlichkeit aus, ist aber für Leser, die mit dem Deleuzeschen Denken nicht vertraut sind, möglicherweise nicht geeignet.
Vorteile:Originelle Lektüre der politischen Konzepte von Deleuze, wertvolle Fallstudien zum indigenen Recht, gute Einführung in die deleuzianische Philosophie, nützlich zur Vertiefung des Verständnisses von politischen Themen.
Nachteile:Nicht geeignet für Deleuze-Neulinge, kann bisweilen dicht und komplex sein, es fehlt an Verbindungen zur politischen Mainstream-Theorie.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Deleuze and the Political
Mit Klarheit, Präzision und Sparsamkeit synthetisiert Paul Patton die gesamte Bandbreite von Deleuzes Werk. Er verwebt mit großem Geschick Motive, die von seinen frühen Werken, wie Nietzsche und Philosophie, zu den neueren Was ist Philosophie? und seine Schlüsselwerke wie Anti-Ödipus und Differenz und Wiederholung. In Deleuze und das Politische wird die Relevanz von Deleuze für theoretische und praktische Anliegen in einer Reihe von Disziplinen wie Philosophie, politische Theorie, Soziologie, Geschichte und Kulturwissenschaften aufgezeigt.
Paul Patton präsentiert außerdem eine außerordentlich klare Behandlung grundlegender Konzepte in Deleuzes Werk, wie Differenz, Macht, Begehren, Multiplizität, Nomadentum und Kriegsmaschine, und legt die Bedeutung von Deleuze für das poststrukturalistische politische Denken dar.
Das Buch ist eine unverzichtbare Lektüre für alle, die sich mit Deleuze beschäftigen, sowie für Studierende der Philosophie, Politik, Soziologie, Literatur und Kulturwissenschaften.