Bewertung:

Das Buch „Serving Money, Serving God“ von Pfarrerin Dr. Sheryl Johnson ist ein Denkanstoß und ein zugängliches Hilfsmittel für Kirchengemeinden, die ihre Finanzpraktiken mit ihren progressiven christlichen Werten in Einklang bringen wollen. Es betont die Verflechtung von Glaube, Finanzen und sozialer Gerechtigkeit und bietet Einsichten und Überlegungen für Kirchenführer und Mitglieder gleichermaßen.
Vorteile:Das Buch wird für seinen Denkanstoß, seine Zugänglichkeit und seine tiefgreifenden Einblicke in die Beziehung zwischen Glaube und Finanzen gelobt. Die Rezensenten heben die solide theologische Grundlage des Buches hervor, seine Relevanz sowohl für die Kirchenleitung als auch für breitere Glaubensgemeinschaften und seine Fähigkeit, schwierige Gespräche über Geld und Gerechtigkeit zu erleichtern. Es wird als unverzichtbares Hilfsmittel für die Abstimmung von Werten und Praktiken im kirchlichen Umfeld beschrieben und bietet praktische Empfehlungen und Anregungen.
Nachteile:In einigen Rezensionen wird darauf hingewiesen, dass das Buch keine Einheitslösungen anbietet, so dass sich manche Leser nach konkreteren Strategien sehnen könnten. Darüber hinaus könnte die Fokussierung auf schwierige Themen wie Privilegien und finanzielle Ungleichheit für einige Gemeinden eine Herausforderung darstellen und möglicherweise zu Unbehagen führen.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Serving Money, Serving God: Aligning Radical Justice, Christian Practice, and Church Life
Gerechtigkeitsverpflichtungen können und müssen in alle finanziellen Praktiken einer Kirche integriert werden, einschließlich der Mittelbeschaffung, der Haushaltsplanung, der Verwaltung von Eigentum und Personal, der Investitionen und der Teilnahme an Gemeindepartnerschaften. So argumentiert Sheryl Johnson in Serving Money, Serving God: Radikale Gerechtigkeit, christliche Praxis und kirchliches Leben in Einklang bringen.
Dies ist das erste christliche Buch über Haushalterschaft und Finanzen, das von einem ausdrücklich antirassistischen, dekolonialen, feministischen, ökologischen und klassenkritischen Standpunkt aus geschrieben wurde. Viele Kirchen bekennen sich zu diesen Verpflichtungen - als einzelne Mitglieder, als Gemeinden und durch ihre Denominationen -, verfolgen sie aber als einzelne Initiativen, wie z. B. Themen für Studium und Gottesdienst, und nicht als zentrale Organisationsprinzipien für das Gemeindeleben.
Ein Abgleich zwischen christlichen Überzeugungen und Verpflichtungen und der kirchlichen Praxis ist jedoch sowohl ethisch als auch praktisch notwendig. Eine Studie des Pew Research Center aus dem Jahr 2009 ergab, dass etwa die Hälfte derjenigen, die sich von der Religion losgesagt hatten, dies getan hatten, weil sie religiöse Menschen "heuchlerisch, verurteilend oder unaufrichtig" fanden. Die Übereinstimmung zwischen Glauben und kirchlicher Praxis ist daher von großer Bedeutung, sowohl für diejenigen, die in den Kirchen aktiv sind, als auch für diejenigen, die es nicht sind - die es aber sein könnten, wenn Glaube und Handeln übereinstimmen.
Dieses Buch bietet eine positive und konstruktive Herangehensweise an das Thema und ist voll von inspirierenden Beispielen für Kirchen jeder Größe. Fallstudien bieten praktische Anleitungen und machen die Analyse konkret, nachvollziehbar und zugänglich. Das Buch unterstreicht die Bedeutung von Kreativität, Vorstellungskraft und einem Sinn für hoffnungsvolle Abenteuer, wenn man sich auf diese Arbeit einlässt.