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Drawing the Sea Near: Satoumi and Coral Reef Conservation in Okinawa
Wie japanische Küstenbewohner und transnationale Naturschützer zusammenarbeiteten, um die Beziehungen zwischen Menschen und Meerestieren zu fördern
Drawing the Sea Near öffnet ein neues Fenster zu unserem Verständnis des transnationalen Naturschutzes, indem es Projekte in Okinawa untersucht, die von einem "Naturschutz-Nah"-Ansatz geprägt sind - der sich auf die Sinne, den Körper und die Erinnerung stützt, um die Distanz zwischen den Menschen und ihrer Umgebung zu verringern und die Zusammenarbeit und Gleichberechtigung zwischen Küstenbewohnern und transnationalen Naturschutzorganisationen zu fördern. Dieser Ansatz steht im Gegensatz zum traditionellen westlichen "Naturschutz-Fern"-Modell, das auf der Trennung von Mensch und Umwelt beruht.
Auf der Grundlage von zwanzig Monaten teilnehmender Beobachtung und Interviews konzentriert sich diese detailreiche, fesselnd geschriebene Ethnografie auf die Korallenriffe Okinawas, um einen ungewöhnlich inklusiven, erfahrungsorientierten und sozial gerechten Ansatz für den Naturschutz zu erkunden. Dabei stellt C. Anne Claus orthodoxe Annahmen über Natur, Wildnis und die Zukunft des Umweltschutzes in transnationalen Organisationen in Frage. Sie gibt einen fesselnden Einblick in die Art und Weise, wie transnationale Naturschutzorganisationen - in diesem Fall eine Außenstelle des World Wide Fund for Nature in Okinawa - institutionelle Erwartungen an den Naturschutz mit lokalen Ansätzen für den Schutz des Lebens im Meer verhandeln.
Indem sie nachverfolgt, wie sich bestimmte Projekte vor der Küste Japans entwickelt haben, beleuchtet Drawing the Sea Near die realen Herausforderungen und Möglichkeiten der Arbeit innerhalb der vielfältigen transnationalen Strukturen globaler Naturschutzorganisationen. Einzigartig ist, dass sie sich auf die Naturschützer selbst konzentriert: Warum und wie hat sich ihre Herangehensweise an die Projektarbeit verändert, und wie haben sie sich selbst in diesem Prozess verändert?