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Coming Soon: The Flood
Ist Jerusalem das Zentrum der Welt oder der Ort, an dem sie enden wird? Für die Menschen in diesem Roman, der um 1960 in der geteilten Stadt spielt, ist es das Ende. Es gibt keinen Ausweg. Vor ihnen liegen die Grenze und das Niemandsland, hinter ihnen eine unscheinbare Kleinstadt und die Straße, die sie nicht in die Normalität und ans Meer führen wird.
Sie sind ein buntes Völkchen: Flüchtlinge, Juden, Christen, entlaufene Mönche, Nonnen, eine rastlose, polyglotte Familie - intellektuell, künstlerisch, theatralisch -, die sich freiwillig oder zufällig in einer Sackgasse wiederfindet, in der Nähe oder sogar direkt an der unbeständigen Grenze, die die Stadt in zwei Hälften teilt. Die Wunde ist noch neu und will nicht heilen. Ihr Leben, ihre Liebe und ihre Eifersucht werden von den Geistern der Menschen überschattet, die zehn Jahre zuvor die Häuser, in denen sie jetzt leben, verlassen haben, und die Instabilität, die sie in ihrem Leben erfahren, erwächst aus dieser Landschaft und ihrer Geschichte.
Der Eichmann-Prozess und die Vorbereitungen darauf durchdringen das Buch ebenso wie die Vorbereitungen für eine Freilichtaufführung des mittelalterlichen Mysterienspiels Noahs Sintflut, das im heutigen Jerusalem spielt. Das Stück enthält eine turbulente, waghalsige, aber auch ernste Warnung. Die Flut kann jeden Tag kommen, und wer weiß schon, wie man eine Arche baut?