
Demographic Engineering: Population Strategies in Ethnic Conflict
Demografie hat in Konflikten schon immer eine Rolle gespielt, aber da Konflikte zunehmend interethnischer Natur sind, die demografischen Unterschiede zwischen ethnischen Gruppen größer werden und sich die Demokratie ausbreitet, zählen Zahlen in Konflikten heute mehr denn je. In diesem Buch wird ein Rahmen für das demografische Engineering entwickelt, der eine neue Perspektive für die Betrachtung politischer Ereignisse in Ländern bietet, in denen ethnische Zugehörigkeit eine Rolle spielt.
Es geht der Frage nach, wie politische Maßnahmen konzipiert und umgesetzt wurden, um die Demografie ethnischer Gruppen vor Ort in deren eigenem Interesse zu verändern. Außerdem wird untersucht, wie erfolgreich diese Maßnahmen waren, wobei der Schwerpunkt auf den Fällen Sri Lanka, Israel/Palästina, Nordirland und den USA liegt.
Oft sind diese Maßnahmen verborgen, aber der Autor Paul Morland entlockt sie mit Geschick sowohl aus Statistiken und Dokumenten als auch aus Gesprächen mit den Beteiligten. Dieses Buch bietet eine neue Art des Denkens über demografisches Engineering („harte Demografie“ im Gegensatz zu „weicher Demografie“) und darüber, wie ethnische Gruppen in Konflikten demografische Strategien einsetzen, und wird für Demografen, Geografen und Politikwissenschaftler von großem Interesse sein.