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Democracy Against Parties: The Divergent Fates of Latin America's New Left Contenders
Überall auf der Welt schwächeln die etablierten Parteien, und neuen Parteien gelingt es nicht, sich zu etablieren. In vielen Fällen sind Außenseiter aufgestiegen und haben die Lücke gefüllt, was eine Gefahr für die Demokratie darstellt.
Warum scheitern die meisten neuen Parteien? Unter welchen Bedingungen können sie überleben und sich langfristig in den Wahlen etablieren? Brandon Van Dyck geht diesen Fragen im Kontext der heutigen lateinamerikanischen Linken nach. Er argumentiert, dass stabile Parteien nicht aus der Demokratie hervorgegangen sind. Im Gegenteil, die heutige Demokratie behindert den erfolgreichen Aufbau von Parteien.
Um eine dauerhafte Partei aufzubauen, müssen die Eliten Zeit und Arbeit investieren und die Macht mit den Aktivisten teilen. Da die heutigen Eliten Zugang zu Parteiersatzprodukten wie den Massenmedien haben, können sie Stimmen gewinnen, ohne solche Opfer an Zeit, Arbeit und Autonomie zu bringen.
Nur unter den Bedingungen eines weichen Autoritarismus haben Eliten, die ein Amt anstreben, einen starken Wahlanreiz, in den Parteiaufbau zu investieren. Van Dyck veranschaulicht dieses Argument anhand einer vergleichenden Analyse von vier neuen linken Parteien in Lateinamerika: zwei, die zusammengebrochen sind, und zwei, die überlebt haben.