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Democracy by Force?: A Study of International Military Intervention in the Civil War in Sierra Leone from 1991-2000
Obwohl Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die Achtung der grundlegenden Menschenrechte die bestimmenden Begriffe der modernen Staatsführung und der internationalen Beziehungen sind, sind sie in Afrika kaum üblich.
Wie können afrikanische Staatsführer in einem durch Machtmissbrauch und Rebellion schwer geschädigten inneren Umfeld ihrem Volk eine Existenz bieten? Können sie in internationalen Instrumenten Rechte für ihre Bürger verkünden, sich aber in einer Weise verhalten, die dem diametral entgegengesetzt ist? Welche Zukunft hat die Demokratie, wenn die letzte Wahl eine Schurkenwahl war und das amtierende Regime davon profitiert hat? Sierra Leone, dessen Bürgerkrieg im März 2001 in sein zehntes Jahr geht, hat den wenig beneidenswerten Status, Gastgeber der größten Friedenstruppe der Welt zu sein. Dennoch gibt es noch immer keinen dauerhaften Frieden in einem Konflikt, der nicht so sehr darüber entschieden hat, wer Recht oder Unrecht hat, sondern wer übrig bleibt.