
Democracy, social resources and political power in the European Union
In diesem Buch entwickelt Kauppi eine strukturell-konstruktivistische Theorie der Europäischen Union und analysiert kritisch anhand französischer und finnischer empirischer Fälle die politischen Praktiken, die das "Demokratiedefizit" der Union aufrechterhalten.
Kauppi konzeptualisiert die Europäische Union sowohl als eine Arena für politische Auseinandersetzungen als auch als eine im Entstehen begriffene politische Ordnung. In diesem sich entwickelnden, vielschichtigen europäischen politischen Feld konstruieren Individuen und Gruppen materielle und symbolische Strukturen politischer Macht, die auf einer Vielzahl sozialer Ressourcen wie Nationalität, Kultur und Geschlecht beruhen. Der Autor zeigt, wie die Dominanz sowohl der politischen Ressourcen der Exekutive als auch der nationalen politischen Kulturen die Entwicklung der europäischen Demokratie verhindert hat. Supranationale Exekutivnetzwerke sind autonomer geworden und haben die Dominanz der von ihnen kontrollierten Ressourcen verstärkt. Gleichzeitig bestimmen nationale politische Kulturen den politischen Status von gewählten Institutionen wie dem Europäischen Parlament.
Das Buch eignet sich besonders für Studenten und Doktoranden der Fachrichtungen Europäische Politik, Europäische Union und Internationale Beziehungen.