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Knowing Pain: A History of Sensation, Emotion, and Experience
Schmerz kennt zwar fast jeder, aber er ist nicht universell. Die Beweise für unseren eigenen Schmerz und unsere eigenen Erfahrungen geben uns nicht automatisch Aufschluss über den Schmerz anderer, weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart.
So selbstverständlich und allgegenwärtig der Stich eines Papierschnitts oder die Verzweiflung eines gebrochenen Herzens auch erscheinen mag, der Schmerz ist situativ und historisch spezifisch. In seinem manchmal persönlichen, immer politischen Werk zeigt Rob Boddice eine Geschichte des Schmerzes auf, die mit vielen disziplinären Ansätzen und unterschiedlichen Sprachen jongliert, um die schwierigsten Herausforderungen der Schmerzforschung zu bewältigen. Er erforscht die wechselnden Bedeutungsprozesse, die schmerzhafte Erfahrungen hervorbringen, und erweitert die Welt des Schmerzes, um die Beziehung zwischen der Körperlichkeit des Schmerzes und dem sozialen und emotionalen Leiden ernst zu nehmen.
Seine Geschichte reicht von der Antike bis in die Gegenwart und umfasst nicht nur Verletzungen, sondern auch Trauer, Ausgrenzung, chronische Schmerzen und Traumata und zeigt auf, wie das Wissen über den Schmerz das, was der Schmerz ist, besetzt. Innovativ und mitfühlend gleichermaßen, legt Knowing Pain eine originelle Schmerzagenda vor, die für alle, die sich für die Geschichte von Emotionen, Sinnen und Erfahrungen interessieren, für medizinische Forscher und Praktiker und für jeden, der Schmerzen kennt, unverzichtbare Lektüre ist.