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Thinking with Diagrams: The Semiotic Basis of Human Cognition
Diagrammatisches Denken ist für die menschliche Wahrnehmung von entscheidender Bedeutung. Die „Zwischenwelt“ von Diagrammen und diagrammatischen Darstellungen in Gedankenexperimenten und/oder -prozessen, die sich in so unterschiedlichen Formen wie Notizen, Tabellen, Schemata, Diagrammen, Zeichnungen und Karten manifestieren, ist aus der Wissenschaft und dem Wissen kaum wegzudenken.
Trotz ihrer phänomenologischen und strukturell-funktionalen Unterschiede haben diese Darstellungsformen eine Reihe wichtiger Eigenschaften und epistemischer Funktionen gemeinsam. Indem sie Aspekte der sprachlichen und bildlichen Symbolik kombinieren, gehen Diagramme über die traditionelle Unterscheidung zwischen Sprache und Bild hinaus. Sie stellen nicht nur dar, sondern greifen auch in das Dargestellte ein.
Ihre Räumlichkeit, Materialität und Operativität machen sie zu einem dynamischen Werkzeug, um das Denken zu externalisieren, und tragen so zur Idee des erweiterten Geistes bei. Sie fördern die Vorstellungskraft und das Lösen von Problemen, erleichtern die Orientierung in Wissensräumen und die Entdeckung ungeahnter Zusammenhänge.
Wie lässt sich die diagrammatische Natur kognitiver und wissensbasierter Praktiken sowohl historisch als auch systematisch theoretisieren? Dies untersucht dieser Band, indem er die semiotische Dimension von Diagrammen in Bezug auf Wissen, Information und Argumentation untersucht, z. B.
die „Dinghaftigkeit“ von Diagrammen in der Kunstgeschichte, die Bandbreite diagrammatischen Denkens in Logik, Mathematik, Philosophie und den Wissenschaften im Allgemeinen, einschließlich der Wissensfunktion von Karten.