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The 25-Year War: America's Military Role in Vietnam
Am 30. April 1975 fielen Saigon und die Regierung Südvietnams an das kommunistische Regime Nordvietnams und beendeten - für die amerikanischen Streitkräfte - genau fünfundzwanzig Jahre eines mutigen, aber vergeblichen Kampfes.
Dies ist nicht die Geschichte, wie Amerika in einen Konflikt in einem kleinen Land am anderen Ende der Welt verwickelt wurde, und auch nicht die Geschichte, warum unsere Streitkräfte so lange dort blieben, nachdem die Vergeblichkeit unserer Bemühungen für viele offensichtlich geworden war. Es ist die Geschichte dessen, was dort militärisch schief gelaufen ist, und warum. Der Autor ist ein Berufssoldat, der den Vietnamkrieg im Feld und auf den höchsten Kommandoebenen erlebt hat.
General Palmers Einblicke in die Schlüsselereignisse und -entscheidungen, die die militärische Rolle der USA in Vietnam prägten, sind ungewöhnlich scharfsinnig. Der schwerwiegendste Fehler Amerikas bestand seiner Meinung nach darin, seine Streitkräfte in einen Krieg zu schicken, in dem weder die politischen noch die militärischen Ziele von unseren zivilen Führern jemals vollständig formuliert wurden. In Ermangelung klarer Ziele gelang es unseren Streitkräften nicht, eine angemessene Strategie zu entwickeln, sondern sie überließen Hanoi die Offensive.
Palmer ist jedoch der Ansicht, dass eine realisierbare Strategie hätte entwickelt werden können. Außerdem hätten unsere südvietnamesischen Verbündeten durch angemessene Hilfe unterstützt werden können, wurden aber stattdessen von der massiven amerikanischen Militärpräsenz überwältigt. Diese Fehler wurden durch die mangelhaften zivilen und militärischen Befehlsketten noch verschlimmert.
Das Ergebnis war eine Niederlage für Amerika und eine Katastrophe für Südvietnam. General Palmer präsentiert hier die Geschichte des Krieges aus der Sicht eines Insiders und eine scharfsinnige Kritik an Amerikas militärischen Stärken und Erfolgen, aber auch an seinen Schwächen und Fehlern.