
The Other Iraq: Pluralism and Culture in Hashemite Iraq
Der andere Irak stellt die Vorstellung in Frage, dass der Irak immer ein totalitärer, künstlicher Staat war, der von sektiererischer Gewalt zerrissen wurde.
Dieses aufschlussreiche Werk, das die Entwicklung der irakischen Öffentlichkeit von 1921 bis 1958 nachzeichnet, zeigt, dass das intellektuelle Feld im Irak stets demokratischer und pluralistischer war, als die Historiker bisher angenommen haben. Orit Bashkin zeigt, wie sunnitische, schiitische und kurdische Intellektuelle effektiv eine irakische Identität mit Bindestrichen schufen, die den Stolz auf ihr individuelles Erbe ausdrückte und gleichzeitig Ideen und Erzählungen des arabischen und irakischen Nationalismus aufgriff und integrierte.
Anhand von drei Entwicklungsstufen der irakischen Geistesgeschichte verfolgt sie die sich wandelnde Rolle der irakischen Intellektuellen, von Vertretern der Demokratie über Spezialisten, die die Bevölkerung analysieren, bis hin zu tief verwurzelten Mitgliedern der Gesellschaft, die sich für den Wandel einsetzen. Dieses augenöffnende Werk, das auf bisher unerforschtem Material basiert, hat bedeutende Auswirkungen auf die Gegenwart.