
The Atlantic as Mythical Space: An Essay on Medieval Ethea
Der Atlantik als mythischer Raum“ ist eine Studie über die mittelalterliche Kultur und die damit verbundenen Mythen, Legenden und phantastischen Erzählungen, wie sie sich entlang der europäischen Atlantikküste entwickelte. Es handelt sich um eine umfassende Studie, die das frühmittelalterliche Irland, die vorspanischen Kanarischen Inseln, die Iberische Halbinsel, das höfische Frankreich und die heidnischen und frühchristlichen Britischen Inseln berücksichtigt.
Die offensichtliche und konsequente Verbindung, die sich durch die verschiedenen Abschnitte dieses Textes zieht, ist der Atlantische Ozean, eine verwirrende Ausdehnung mythischer Substanz, die jahrhundertelang die Vorstellungskraft der am Meer lebenden Völker beflügelte. Es wird analysiert, wie und warum Mythen mit dem Atlantik als bevorzugtem Schauplatz im heidnischen und frühchristlichen Westeuropa besonders relevant sind.
Ferner wird untersucht, wie vorwissenschaftliche Gesellschaften im Atlantik einen alternativen Kosmos schufen, in dem Ereignisse, Wesen und Orte in Harmonie mit gemeinschaftlichen mentalen Strukturen existierten. Es wird untersucht, warum die Engel und Ungeheuer dieser Gesellschaften in dieser erfundenen Geografie auf wunderbare Weise entstehen konnten; es wird ferner analysiert, wie der Ozean zu einem Ort wurde, an dem sich die Menschen auf die Suche nach Erklärungen für etwas begaben, das im Grunde genommen unwissbar ist: die Ursprünge des Universums und der Grund für unsere Existenz in ihm.