Bewertung:

Das Buch bietet eine gründliche historische Analyse der grundlegenden Entscheidung des Oberlin College, People of Color auszubilden, und ihrer nachhaltigen Auswirkungen auf die Hochschulbildung in Amerika. Roland Baumann präsentiert Originaldokumente aus dem Archiv und ordnet sie in die breitere soziale und institutionelle Geschichte ein, was zu einer fesselnden Erzählung führt.
Vorteile:⬤ Gut recherchierte historische Studie
⬤ Enthält Originaldokumente
⬤ Bietet Kontext innerhalb der sozialen und institutionellen Geschichte
⬤ Fesselnde und informative Erzählung.
Erfordert möglicherweise eine sorgfältige Lektüre, um die Komplexität vollständig zu erfassen; der spezifische Fokus auf das Oberlin College könnte die Anwendbarkeit im weiteren Sinne einschränken.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Constructing Black Education at Oberlin College: A Documentary History
1835 war Oberlin die erste Hochschule, die sich die Gleichberechtigung der Rassen auf die Fahnen schrieb, als sie beschloss, Studenten "ungeachtet ihrer Hautfarbe" auszubilden. Doch die Umsetzung dieser Zulassungspolitik durch das visionäre College verlief uneinheitlich. In Constructing Black Education at Oberlin College: A Documentary History präsentiert Roland M. Baumann eine umfassende dokumentarische Geschichte der Ausbildung afroamerikanischer Studenten am Oberlin College.
Nach der Reconstruction-Ära spiegelte das Oberlin College den Rest der Gesellschaft wider, als es sein Engagement für schwarze Studenten reduzierte, indem es sie weniger als gleichwertig mit ihren weißen Kommilitonen behandelte. Jahrhunderts forderten schwarze und weiße Studentenaktivisten das Erbe von Oberlin teilweise zurück, indem sie sich weigerten, sich über die Rasse zu definieren. Generationen von Oberlin-Studenten sowie eine Minderheit von Lehrkräften und Mitarbeitern ließen das Engagement des Colleges für Rassengleichheit bis 1970 wieder aufleben. Mit der Zeit ersetzte der schwarze Separatismus in seinen vielen Formen die Integrationsethik auf dem Campus, da die Afroamerikaner versuchten, ihr eigenes Schicksal zu bestimmen und Veränderungen im Lehrplan voranzutreiben.
Die Geschichte Oberlins ist keine Geschichte des ungebrochenen Fortschritts, sondern vielmehr eine Geschichte der Ironie, der Widersprüche und der Integrität, des Mythos und der Realität und der Unvollkommenheit. Baumann führt den Leser direkt zu den Originalquellen, indem er dreißig vollständige Dokumente aus dem Archiv des Oberlin College einbezieht. Dieser reich bebilderte Band ist ein wichtiger Beitrag zur 175-Jahr-Feier der bedeutenden Geschichte des Colleges, denn er dokumentiert überzeugend, wie Oberlin um die Bedeutung der Rasse und das Schicksal der Schwarzen in der amerikanischen Gesellschaft gerungen hat.