Bewertung:

Das Buch enthält die Memoiren von Gerald North, die Einblicke in die Klimawissenschaft geben und seine umfangreiche Karriere und sein Engagement für wissenschaftliche Grundsätze aufzeigen. Obwohl es wertvolle Informationen und persönliche Anekdoten enthält, könnten einige Erklärungen für allgemeine Leser komplex sein.
Vorteile:Das Buch bietet einen faszinierenden Einblick in die Entwicklung der Klimawissenschaft, zeigt das Engagement und den Humor des Autors, bietet hoffnungsvolle Einblicke in die Bewältigung des Klimawandels und präsentiert eine ausgewogene Sichtweise aus der Perspektive von Regierung und Wissenschaft.
Nachteile:Einige Inhalte könnten für Leser ohne fundierte wissenschaftliche Kenntnisse zu komplex oder technisch sein, so dass es für sie schwierig ist, bestimmte Erklärungen vollständig zu verstehen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Rise of Climate Science: A Memoir
In seiner vier Jahrzehnte umspannenden Karriere hat Gerald R. North bahnbrechende Forschungsarbeiten geleistet, die das moderne Feld der Klimawissenschaft weiterhin prägen. Sein Weg war jedoch voller überraschender Wendungen, die Hassbriefe, Abhöraktionen des KGB und manchmal erbitterte Debatten mit Klimawandelleugnern einschlossen.
Zu Norths bedeutenden Beiträgen auf diesem Gebiet gehören seine innovative "Spielzeugmodell"-Analyse des Klimawandels, die auf genial vereinfachten Modellen beruht, und sein federführender Vorschlag für den Satelliten TRMM (Tropical Rainfall Measuring Mission), der erfolgreich genehmigt wurde. Der 1997 gestartete TRMM-Satellit hatte die Aufgabe, Daten über das globale Klimasystem zu sammeln. TRMM war 17 Jahre lang erfolgreich im Einsatz, bevor es 2015 abgeschaltet wurde.
In The Rise of Climate Science (Der Aufstieg der Klimawissenschaft) erzählt North detailliert von seinem Leben an der Spitze der modernen Klimawissenschaft. Er bietet einen Insider-Blick auf die akademische Forschung und die Regierungsinitiativen rund um die globale Erwärmung und was dies für den Planeten bedeutet. Er berichtet von Gesprächen mit führenden sowjetischen Klimawissenschaftlern auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges in den späten 1970er Jahren - komplett mit heimlicher elektronischer Überwachung. Er beschreibt auch die Erfahrung, vor dem Kongress auszusagen und sich öffentlich mit denjenigen auszutauschen, die an der Realität des von ihm beschriebenen Phänomens zweifelten.
Die Klimatologie ist heute in eine reife Phase eingetreten. Dieses Buch ist ein wichtiger Beitrag zum Verständnis ihrer Entwicklung im zwanzigsten Jahrhundert und fügt der laufenden gesellschaftlichen Diskussion über den Klimawandel und seine Auswirkungen auf unsere Zukunft ein ausgesprochen menschliches Gesicht und Empfinden hinzu.