
The Rise of Korean Leadership: Emerging Powers and Liberal International Order
Südkorea hat sich zu einer neuen Mittelmacht entwickelt, die in einer Vielzahl wichtiger globaler Problembereiche eine bedeutende Rolle spielt und die liberale internationale Ordnung mit ihrer Führungsdiplomatie unterstützt. Die wachsende Rolle neuer Mächte wie Korea stellt die vorherrschende Ansicht in Frage, dass die Global Governance polarisiert ist und die aufstrebenden Mächte die liberale internationale Ordnung, die von den Vereinigten Staaten und ihren europäischen Verbündeten nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen wurde, in Frage stellen.
Wie der Fall Korea zeigt, sind große Entwicklungsländer wie die BRICS nicht die einzigen aufstrebenden Mächte, die in der Weltordnungspolitik aktiv sind. Neu entwickelte oder einkommensstarke Entwicklungsländer wie Südkorea, die Türkei und Mexiko sind ebenfalls aktive aufstrebende Mächte, die neue Initiativen ergreifen, Agenden festlegen und Konflikte zwischen rivalisierenden Gruppen auf der Weltbühne schlichten.
Da diese einkommensstarken Entwicklungsländer im Rahmen der liberalen internationalen Ordnung Fortschritte gemacht und von ihr profitiert haben, sehen sie ein großes Interesse an ihrer Stabilität und zeigen die Bereitschaft, sie zu schützen. Liberal internationalistische Entwicklungsländer reihen sich in die immer länger werdende Liste der Mittelmächte ein, die als Nischenakteure und Systemunterstützer zur Aufrechterhaltung der liberalen internationalen Ordnung beitragen.