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The Rise of West Lake: A Cultural Landmark in the Song Dynasty
Der liebliche Westsee in der Nähe des malerischen Hangzhou an der Ostküste Chinas ist seit dem zwölften Jahrhundert ein beliebtes Touristenziel. Damals wie heute fahren die Besucher mit dem Boot zu seinen Inseln, schlendern durch seine Gärten, beten in seinen Tempeln und verewigen ihn in Gedichten und Gemälden. Hangzhou und der Westsee sind seit langem Ikonen des chinesischen Landschaftsbildes, des literarischen und künstlerischen Ausdrucks und des Tourismus.
In der ersten ausführlichen englischsprachigen Studie über diesen malerischen Ort untersucht Xiaolin Duan das Zusammenspiel zwischen menschlichem Unternehmertum und der natürlichen Umwelt während der Song-Dynastie (960-1279). Nachdem die Song-Dynastie Nordchina an die Jurchen verloren hatte und der kaiserliche Hof in den Süden geflohen war, wurde in Hangzhou eine neue Hauptstadt errichtet, die das Gebiet zum nationalen politischen und kulturellen Zentrum machte. Der Westsee wurde zu einem Modell für eine idealisierte Natur, die durch die vielfältigen Aktivitäten seiner Besucher geformt wurde. Duan zeigt, wie die Aktivitäten im, am und um den Westsee die Vorstellung der Besucher von der Natur beeinflussten und die Entstehung des Sees als touristisches Ziel förderten, wobei er hervorhebt, wie die natürliche Landschaft eine Rolle bei der Gestaltung sozialer und kultureller Konstruktionen spielte.
Unter Einbeziehung von Belegen aus Miszellen, Orts- und Tempelverzeichnissen, Gemälden, Karten, Gedichten und Anekdoten erforscht The Rise of West Lake die Komplexität des Sees als interaktiver Ort, an dem ökologische und wirtschaftliche Belange miteinander konkurrierten und an dem sich spirituelle und ästhetische Ziele überschnitten.