Bewertung:

Das Buch „The Conscious Mind“ von Zoltan Torey bietet eine einzigartige Perspektive auf das Bewusstsein und seine Beziehung zur Sprache, obwohl es von den Lesern gemischte Kritiken erhält. Während einige die Klarheit und die engagierte Diskussion komplexer Themen loben, kritisieren andere die engen Definitionen und den Mangel an experimentellen Belegen. Viele Leser äußern sich unzufrieden mit dem Ansatz des Buches, halten es für zu wenig tiefgründig und behaupten, es vereinfache die Natur des Bewusstseins zu sehr.
Vorteile:⬤ Leicht zu lesen und komplexe Themen zu verstehen.
⬤ Bietet Klarheit in der Darstellung und spannende Diskussionen.
⬤ Erhellende Einsichten, insbesondere über den freien Willen und die Evolution des Bewusstseins.
⬤ Nutzt eine wissenschaftliche Grundlage anstelle von philosophischen Spekulationen, so einige Rezensionen.
⬤ Enge Definition des Bewusstseins, die sich vor allem auf die Sprache konzentriert und umfassendere Aspekte außer Acht lässt.
⬤ Fehlende experimentelle Beweise und unbegründete Behauptungen.
⬤ Der dichte und jargonlastige Schreibstil könnte für manche Leser schwierig sein.
⬤ Manche finden, dass der Autor sich selbst überschätzt und es dem Buch an Bescheidenheit mangelt.
(basierend auf 16 Leserbewertungen)
The Conscious Mind
Ein Bericht über die Entstehung des Geistes: Wie das Gehirn Selbstbewusstsein, funktionelle Autonomie, die Fähigkeit zu denken und die Fähigkeit zu sprechen erlangte.
Wie hat sich der menschliche Geist aus der Ansammlung von Neuronen entwickelt, die das Gehirn ausmachen? Wie erwarb das Gehirn Selbstbewusstsein, funktionelle Autonomie, Sprache und die Fähigkeit zu denken, sich selbst und die Welt zu verstehen? In diesem Band der Reihe Essential Knowledge bietet Zoltan Torey eine leicht verständliche und prägnante Beschreibung des evolutionären Durchbruchs, der den menschlichen Geist hervorbrachte.
Anhand von Erkenntnissen aus der Evolutionsbiologie, den Neurowissenschaften und der Linguistik rekonstruiert Torey die Abfolge der Ereignisse, durch die der Homo erectus zum Homo sapiens wurde. Er beschreibt die erweiterte Funktionsweise, die dem entstehenden Geist zugrunde liegt - ein neues ("offline") internes Reaktionssystem, mit dem das Gehirn auf sich selbst zugreift und dann einen Selektionsmechanismus für geistig erzeugte Verhaltensoptionen bildet. Dieser funktionelle Durchbruch, so Torey, erklärt, wie das "Bewusstsein" des tierischen Gehirns auf sich selbst zugreifen und reflektieren konnte, d. h. wie das menschliche Gehirn einen bewussten Geist entwickelte. Im Gegensatz zum tierischen Bewusstsein ist das Bewusstsein kein einheitliches Phänomen, sondern ein zusammengesetzter Prozess. Toreys Darstellung zeigt, wie sich die Protosprache zur Sprache entwickelte, wie ein Subsystem des Gehirns für den entstehenden Geist aufgebaut wurde und warum diese Entwicklungen für die Introspektion undurchsichtig sind. Wir erleben die funktionelle Autonomie des Gehirns als freien Willen, so seine Argumentation.
Torey vertritt die These, dass mit dem Beginn des Lebens auch das Bewusstsein entstehen musste - denn das Bewusstsein ist die Informationsquelle für die Verhaltensreaktion des Gehirns. Das Bewusstsein, so argumentiert er, ist keine neu erworbene "Qualität", kein "kosmisches Prinzip", keine "Schaltkreisanordnung" oder ein "Epiphänomen", wie andere behauptet haben, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil der Funktionsweise des lebenden Systems.