Bewertung:

Elliott Rabins „Der biblische Held“ bietet eine facettenreiche Erforschung von sieben Helden aus der hebräischen Bibel, die ihre Komplexität als edel und fehlerhaft zugleich herausstellt. Das Buch verbindet diese biblischen Gestalten mit modernen Konzepten des Heldentums, zieht Lehren, die für heutige Leser relevant sind, und betont, wie wichtig es ist, aus vergangenen Kämpfen zu lernen.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben und zugänglich und verbindet gründliche Wissenschaft mit einer fesselnden Erzählung. Rabin stellt die biblischen Helden in einem neuen Licht dar und bietet tiefere Einblicke in ihren Charakter und ihre moralische Komplexität. Die Vergleiche mit Helden aus anderen Kulturen bereichern das Verständnis für diese biblischen Figuren. Das Buch bietet auch praktische Anregungen für das persönliche Wachstum und die Erziehung im Glauben.
Nachteile:Manchen Lesern könnte die Erforschung der Helden manchmal zu akademisch erscheinen, oder sie bevorzugen einfachere Erzählungen. Außerdem könnten die Überlegungen des Textes zum Wesen des Heldentums und des Göttlichen bestimmte traditionelle Interpretationen in Frage stellen, was für manche Leser kontrovers sein könnte.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Biblical Hero: Portraits in Nobility and Fallibility
Elliott Rabin nähert sich der Bibel auf originelle Weise - indem er biblische Helden mit Helden der Weltliteratur vergleicht - und geht einer zentralen biblischen Frage nach: Was sagt uns die Bibel darüber, was es bedeutet, ein Held zu sein?
Rabin konzentriert sich auf das Leben von sechs biblischen Hauptfiguren - Moses, Samson, David, Esther, Abraham und Jakob - und untersucht ihre Ähnlichkeit mit Heldentypen, die in anderen Literaturen zu finden sind (und vielleicht von ihnen abgeleitet wurden), und analysiert, warum die Bibel ihre Helden weniger glorreich darstellt als die Texte anderer Kulturen:
* Moses gründet die Nation Israel - und ist kurzatmig und schwach bewaffnet.
* Samson, arrogant und unbeherrscht, kann tausend Feinde mit bloßen Händen töten.
* David gründet eine zentralisierte, einheitliche, triumphale Regierung - durch Vorspiegelung und Selbstbetrug.
* Esther rettet ihr Volk, heiratet aber einen mörderischen, frauenfeindlichen König.
* Abrahams Beziehungen sind von Spannungen geprägt.
* Jakob gründet zwölf Stämme - und gewinnt sein Erbe durch Betrug.
Ist Gott am Ende der wahre Held? Oder ist Gott zu weit von den menschlichen Zwängen entfernt, um überhaupt als „Held“ bezeichnet zu werden?
Letztlich zeigt Rabin auf, wie die einzigartige Perspektive der Bibel auf das Heldentum unser eigenes, tief verwurzeltes Bedürfnis nach Helden in menschlichem Maßstab ansprechen kann.