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The Blues Detective: A Study of African American Detective Fiction
Dieses aufschlussreiche Buch belegt eine Tradition afroamerikanischer Detektivromane - Romane, die von schwarzen Amerikanern über schwarze Detektive geschrieben wurden und eindeutig afroamerikanische Tropen und Themen enthalten. Beginnend mit Pauline Hopkins im Jahr 1901 veränderten und unterliefen schwarze Autoren bewusst die Formeln des Kriminalromans auf bedeutende Weise. Autoren wie J. E. Bruce, Rudolph Fisher, Chester Himes, Ishmael Reed und Clarence Major schufen ein neues Genre, das auf die sozialen und politischen Belange der schwarzen Gemeinschaft reagierte.
Stephen Soitos untersucht das Werk dieser Autoren und analysiert es anhand von vier einzigartigen afroamerikanischen Tropen: veränderte Detektivpersönlichkeiten, Detektion mit doppeltem Bewusstsein, schwarze Umgangssprache und Hoodoo. Er argumentiert, dass schwarze Schriftsteller Detektive schufen, die in Wirklichkeit "Blues-Detektive" waren, die nicht nur Verbrechen aufklärten, sondern auch die Geheimnisse des schwarzen Lebens und der schwarzen Kultur erforschten.
Soitos stützt seine Studie auf die afroamerikanische Literaturtheorie, insbesondere auf die Arbeiten von Houston Baker, Bernard Bell und Henry Louis Gates, Jr. Er bietet sowohl eine neue Art, schwarze Detektivromane zu konzipieren, als auch eine Reihe aufschlussreicher Lesungen von Büchern dieses Genres.