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Heracles' Bow: Essays on the Rhetoric & Poetics of the Law
Das Recht wurde traditionell als eine Reihe von Regeln und Institutionen betrachtet.
In dieser nachdenklichen Reihe von Aufsätzen plädiert James Boyd White für eine neue Sicht des Rechts als eine im Wesentlichen literarische, rhetorische und ethische Tätigkeit. Bei der Definition und Ausarbeitung seines Konzepts schlägt er kunstvoll Brücken zwischen den Bereichen Rechtswissenschaft, Literatur, Philosophie, Geschichte und Politikwissenschaft.
Das Ergebnis, ein neuer Ansatz, der die Art und Weise, wie wir den juristischen Prozess wahrnehmen, verändern könnte, wird nicht nur Juristen und Jurastudenten ansprechen, sondern jeden, der sich für die Beziehung zwischen Ethik, Überzeugung und Gemeinschaft interessiert. Whites Aufsätze sind, obwohl sie durch eine gemeinsame Perspektive verbunden sind, thematisch vielfältig. Jeder dieser Beiträge ist eine wortgewandte und aufschlussreiche Lektüre.
In ihrer Gesamtheit legen sie durch Triangulation eine Position fest, von der sie alle ausgehen: eine Sichtweise von Poesie, Recht und Rhetorik als im Wesentlichen synonym. Nur wenn wir die Verbindungen zwischen diesen Prozessen erkennen, betont White, können wir beginnen, die Anliegen von Wahrheit, Schönheit und Gerechtigkeit in einem einzigen Handlungs- und Ausdrucksfeld zu vereinen.